Eibelstadt

Firmenlauf: Der Bischof lief kurzentschlossen mit

1760 Läufer in 118 Teams hatten sich angemeldet. Darunter die Diözese und die Caritas. Deren Oberhirte schlüpfte prompt ins Lauftrikot.
Gut gelaunte Sportler nahmen am Firmenlauf in Eibelstadt teil.
Foto: Silvia Gralla | Gut gelaunte Sportler nahmen am Firmenlauf in Eibelstadt teil.

Startpistole? War gestern. Bei der siebten Auflage des iWelt-Firmenlaufs in Eibelstadt werden, im wahrsten Sinne des Wortes, schwerere Geschütze aufgefahren. Es sind die Böllerschützen vom Kleinkaliberverein Lengfeld, die am Mittwochabend am Mainpark den Startschuss loslassen. In zwei Blöcken starten die insgesamt 1760 Läufer: vorneweg die Ambitionierten, die sich die sechs Kilometer in unter 35 Minuten zutrauen, danach der große Pulk derer, für die es in allererster Linie ums Dabeisein geht.

Bischof Franz Jung ist kurzentschlossen mitgelaufen.
Foto: Silvia Gralla | Bischof Franz Jung ist kurzentschlossen mitgelaufen.

Seit seinem Bestehen hat der Firmenlauf, mit dem die iWelt-Laufwoche startet, jedes Jahr mehr Anhänger gefunden. Das freut Organisationsleiter Günter Herrmann, dem es bei der Veranstaltung mehr um den schon fast traditionell vorherrschenden Frohsinn geht, als um Bestzeiten. "Das Drumherum, das Feiern hinterher, ist fast wichtiger", sagt er. 118 Teams haben sich diesmal angemeldet. Das größte von ihnen: das Team der Diözese und ihrer Caritas mit 126 Läufern. Die Mannschaft hat sogar ihren obersten Hirten mitgebracht, Bischof Franz Jung. Kurzentschlossen schlüpft er in ein Lauftrikot und geht unter der Startnummer eines anderen Teilnehmers aus seinem Team auf die Strecke.
 

Mit 97 Teilnehmern stellt die Spindler-Gruppe das zweitgrößte Team, gefolgt vom "Dauerbrenner" Fehrer Laufteam aus Kitzingen mit 70 Teilnehmern. Aber auch 13 Mini-Mannschaften mit jeweils nur einem einzigen Teilnehmer sind dabei. Ein paar mehr hat das Amt für ländliche Entwicklung aus Würzburg zusammengetrommelt: sieben gut gelaunte Herren, die in leuchtend grünen Trikots auf den Startschuss warten. Die Hobbyläufer genießen bereits vor dem Lauf die "leichte Festivalstimmung" und haben vor, das Feld von hinten aufzurollen.

"Das Drumherum, das Feiern hinterher, ist fast wichtiger."
Günter Herrmann, Organisationsleiter

Von Entspannung kann in der ersten Läufergruppe keine Rede sein. Bereits nach 20 Minuten hält Moderator Günther Felbinger Ausschau nach den ersten, die sich dem Zieltor nähern. Und tatsächlich schießt nach 22.24 Minuten Manuel Fößel von der Firma Ebert und Jacobi über die Ziellinie, gefolgt von Dominik Ziegler (Fehrer Laufteam) und Jens Amthor (iWelt AG/krick.com). Nur knapp dahinter, nämlich nach 24.51 Minuten, kommt schon die erste Frau an: Leonie Theis (WiPsy läuft!). Ihr folgen als zweit- und drittschnellste Läuferinnen Tanja Dietrich (Dözese und Caritas) und Anja Baumann (Fehrer Laufteam).

Huckepack geht auch.
Foto: Silvia Gralla | Huckepack geht auch.

Von Bischof Franz Jung dagegen ist eine ganze Weile lang noch nichts zu sehen. Ausweislich der Ergebnisliste langt er nach gut 50 Minuten auf Platz 897 an. „Hat Spaß gemacht mit der ganzen großen Truppe“, kommentiert er laut Pressestelle des Bistums Würzburg seinen Lauf. Er habe nicht gedacht, dass er das Rennen durchhalte. Gegen Ende sei ihm aber klar geworden, dass er sogar ein wenig schneller hätte laufen können. „Aber ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist“, sagt der Bischof lachend.

1800 Teilnehmer sind die Obergrenze

Nach dem Lauf beginnt die Party. Jetzt dürfen sich die Läufer bei all den Köstlichkeiten bedienen, die ihre Firmen aufgeboten haben. Während auf so manchem Grill die Steaks brutzeln, gibt es am Kneipp-Stand Gurkensticks und Tomate-Mozzarella-Häppchen - unter anderem, versteht sich.

Organisator Günter Herrmann findet, dass mit 1800 Teilnehmern die Grenze nun erreicht sei; auch, was den zur Verfügung stehenden Platz am Mainpark betrifft. Mehr Sportler möchte er im kommenden Jahr nicht zulassen, denn aus der noch als familiär zu bezeichnenden Veranstaltung soll kein nervenaufreibendes Großereignis werden. 3000 Teilnehmer hätten in diesem Jahr Interesse gehabt, sagt Herrmann, sich aber teils erst nach Ablauf der Anmeldefrist gemeldet.

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