Ochsenfurt

Fränkische Weinkönigin setzt Pinotin-Rebstock

Junges Pflänzchen: Weinkönigin Kristin Langmann und Berufsschulleiter Frank Delißen mit neuen Reben im Schulweinberg.
Foto: CLAUDIA SCHUHMANN | Junges Pflänzchen: Weinkönigin Kristin Langmann und Berufsschulleiter Frank Delißen mit neuen Reben im Schulweinberg.

Wenn eine Königin und ein Shooting-Star zusammentreffen, muss nicht zwangsläufig auch ein roter Teppich im Spiel sein. Ein Weinberg am Ortsrand von Ochsenfurt genügt vollauf.

Und so kam die fränkische Weinkönigin Kristin Langmann zum Schulweinberg der Berufsschule in Ochsenfurt, um dort einen Rebstock der Sorte Pinotin zu pflanzen. Die Pflanze sei der Shooting-Star unter den pilzresistenten Sorten, sagte Frank Delißen, Leiter des Staatlichen Berufsschulzentrums Kitzingen-Ochsenfurt.

Das Pflänzlein, von Schülern der elften Klasse vorsichtig aus seinem Topf geholt, setzte Kristin Langmann in die Erde, gab das traditionelle Schlückchen Wein hinzu und stellte damit den Schulweinberg fertig. 2011 hatte die damalige fränkische Weinkönigin Sabine Ziegler die erste Rebe gesetzt, damals die Sorte Seyval blanc. Melanie Dietrich, die nächste fränkische Weinkönigin, legte 2012 bei den nächsten Reben der Sorte Johanniter mit Hand an. Die zukünftigen Winzer, die an der Ochsenfurter Berufsschule ausgebildet werden, konnten von diesen ersten Pflanzen bereits Trauben ernten und einen Wein daraus keltern.

Bis die kleine Pinotin-Pflanze so weit ist, werden aber noch etwa drei Jahre vergehen. Frank Delißen hat Kristin Langmann schon versprochen, ihr dann ein Fläschchen zukommen zu lassen. Die Idee hinter dem Schulweinberg ist, dort möglichst nachhaltig und biologisch zu wirtschaften. Die Berufsschüler versuchen, auf Pflanzenschutzmittel, Herbizide und mineralischen Dünger zu verzichten.

Das bedeutet viel Handarbeit in dem 650 Quadratmeter großen Schulweinberg. Was zwischen den Weinreben wächst, wird nur gemäht und gehackt. Deshalb hat die Schule Wert auf pilzresistente Sorten gelegt, wie auch Pinotin, Seyval blanc und Johanniter welche sind. „Es ist schön, einen Baum oder eine Weinrebe pflanzen zu dürfen“, sagte Kristin Langmann. Denn selbst, wenn sie schon lange keine Weinkönigin mehr sei, werde es die Pflanzen noch immer geben.

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