Würzburg

Friedenspreis-Gewinner: "Wir konnten nicht mehr zuschauen"

Der 25. Würzburger Friedenspreis geht an die Mobile Flüchtlingshilfe (MFH) und ihr Projekt "Hermine". Wie alles begann - und warum die MFH jetzt selbst Hilfe braucht.
Die mobile Flüchtlingshilfe e.V. mit ihrem Projekt 'Hermine' wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Mainfranken Theater mit dem Würzburger Friedenspreis ausgezeichnet.
Foto: Daniel Peter | Die mobile Flüchtlingshilfe e.V. mit ihrem Projekt "Hermine" wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Mainfranken Theater mit dem Würzburger Friedenspreis ausgezeichnet.

Er sah die Bilder von den Flüchtlings-Trecks auf dem Balkan. Damals, 2015, liefen Leute in Flip-Flops und dünner Kleidung durch Nässe in Kälte oder saßen in Lagern fest, wo es am Nötigsten fehlte. "Das war für uns unbegreiflich", erinnert sich Christian Ludwig, heute 25 Jahre alt. "Menschen wurden wie ein Spielball hin- und hergeschoben." Die Gefühle, die in ihm und seinen Freunden beim Anblick dieser Bildern hochkamen, waren erst Unmut, dann Frust - und schließlich Wut. "Es reicht", sagten sie, "wir können nicht mehr zuschauen, wir fahren jetzt da runter." Die Folge: ...

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