Würzburg

Grafeneckart: Entscheidung über neue Farbe ist gefallen

Ein aufgefrischter Lebensbaum, gebrochenes Weiß und Schilfsandstein. Diese Farben trägt der frisch sanierte Grafeneckart ab Ende Mai zur Schau.
Foto: Stadt Würzburg | Ein aufgefrischter Lebensbaum, gebrochenes Weiß und Schilfsandstein. Diese Farben trägt der frisch sanierte Grafeneckart ab Ende Mai zur Schau.

Die Würfel sind gefallen. Wenn Ende Mai die Hüllen des für 1,6 Millionen Euro sanierten Grafeneckarts am Vierröhrenbrunnen fallen, wird er in einem gebrochenen Weiß dort stehen. Alle sogenannten Werksteinelemente werden in Schilf- oder Grünsandsteinfarbe gestaltet. Diese Entscheidung fiel mit acht zu sechs Stimmen.

„Bauchgefühl“ hat entschieden.

Damit folgten die Mitglieder des Bau- und Ordnungsausschusses der Empfehlung von Stadtbaurat Christian Baumgart, ihr „Bauchgefühl“ entscheiden zu lassen. Beide Varianten seien nämlich regionaltypisch. Denn in der Diskussion zuvor hatten Andy Puhl (FWG) und Heinrich Jüstel (SPD) auf die Stimmungsbilder einerseits in den Sozialen Medien wie auch bei einer Online-Umfrage dieser Redaktion hingewiesen, bei der eine deutliche Mehrheit sich für eine Absetzung der Werksteinelemente in einem Sandsteinrot ausgesprochen hatten.

Der Ausschuss folgte mit der Entscheidung für die Grünsandsteinfarbe auch der Empfehlung des Landesamtes für Denkmalschutz. Dieses hatte ebenfalls die nun beschlossene Variante favorisiert, weil die rote Variante zu sehr an klerikale Gebäude erinnern könnte, wie Baumgart erläutert hatte.

Beide Varianten waren in Abstimmung mit dem Denkmalschutz und Stadtheimatpfleger Hans Steidle aus einem guten Dutzend Varianten vorausgewählt worden.

Einzig Willi Dürrnagel (CSU) konnte sich mit keiner der beiden Varianten anfreunden. Er hätte eine hellere Ausführung des bestehenden Brauntons bevorzugt, weil dieser sich nach seiner Ansicht, besser in des Ensemble rund um den Vierröhrenbrunnen einpasse.

Bis Ende Mai abgeschlossen.

Im April werde nun mit der Farbgebung begonnen, die bis Ende Mai abgeschlossen sein soll. „Dabei wird nicht einfach übermalt, sondern die Quaderung und Absetzung der Werksteinelemente bleibt erhalten“, erläuterte Baumgart. Zeitgleich wird der sogenannte Lebensbaum an der Fassade nach Originalbefunden wieder hergestellt, wie er einst war.

Seit November 2015 verhüllt ein Gerüst samt gestalteter Plane den Grafeneckart, den historischen Teil des Rathauses. Noch bis Mai dieses Jahres wird das 55 Meter hohe, im Jahr 1180 erstmals urkundlich erwähnte Wahrzeichen der Stadt saniert.

Putzteile waren herabgefallen.

Grund für die Sanierung waren Putzteile, die im Jahr 2012 herabgefallen waren. Mittels Autokran und Hubsteigern war die Fassade des Grafeneckart daraufhin einer sorgfältigen Untersuchung unterzogen worden. Dabei war festgestellt worden, dass große Teile des Putzes hohl liegen, also keine Verbindung zum Untergrund mehr haben, und nur durch die Oberflächenspannung zusammen gehalten wurden.

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