Würzburg

Grüne Oasen: Von der Frankenwarte über die Stadt blicken

Schon von weitem kann man die Funkmasten der Frankenwarte auf dem Nikolausberg sehen. Doch diese ist noch viel mehr, als nur ein Standort mehrerer Sendeanlagen.
Die Frankenwarte auf dem Nikolausberg: viel Grün und vom Aussichtsturm aus ein Blick über die ganze Stadt.
Foto: Berthold Diem | Die Frankenwarte auf dem Nikolausberg: viel Grün und vom Aussichtsturm aus ein Blick über die ganze Stadt.

Sie bietet viel Grün und eine schöne Aussicht über die Stadt Würzburg: Die Frankenwarte ist eine 61 Hektar große, um 1900 angelegte Grünanlage auf dem südwestlich der Würzburger Innenstadt gelegenen Nikolausberg. Die Würzburger – und auch einige Touristen – nutzen sie besonders gerne für lange Spaziergänge, kleine Wanderungen oder Spielplatzbesuche.

Das wohl wichtigste Erkennungsmerkmal der Frankenwarte ist der gleichnamige Aussichtsturm. Jährlich steigen rund 4000 Besucher die 173 Treppen auf den 45 Meter hohen Turm hoch, um den Panoramablick über Würzburg und seine Umgebung zu genießen. Sie erfüllen damit den Wunsch, der vor 125 Jahren in der Urkunde zur Vollendung des Turmes stand: "Der Aussichtsthurm soll eine hervorragende Warte für unser schönes Frankenland bilden und den Besuchern von seiner Höhe aus einen schönen Überblick bis zu seinen fernen Grenzen gewähren."

In unserer Serie blicken wir auf Würzburgs grüne Oasen.
Foto: MP-Grafik Heike Grigull | In unserer Serie blicken wir auf Würzburgs grüne Oasen.

Dem Würzburger Universitätsbuchhändler Veit Josef Stahel ist es zu verdanken, dass es die Frankenwarte überhaupt gibt. Denn er hatte die Idee, auf der höchsten Erhebung (359,5 Meter über dem Meeresspiegel) in der näheren Umgebung von Würzburg einen Aussichtsturm zu errichten. 1887 erwarb er hierfür das Grundstück. Die Realisierung seiner Idee erlebte Stahel nicht mehr, er starb im Jahr 1889.

1890 beschloss schließlich der Würzburger Verschönerungsverein (VVW) das Grundstück von den Erben des Buchhändlers zu erwerben. 1891 stellte Architekt Franz Carl Ostberg einen Plan sowie ein Modell für den Aussichtsturm vor. Demnach sollte der Turm 42 Meter hoch sein und eine Wendeltreppe mit 209 Stufen haben. Am Ende war der Turm drei Meter höher und hatte weniger Stufen.

Am 30. Mai 1894 konnte der Aussichtsturm schließlich mit einem großen Fest eröffnet werden. Am Abend des Eröffnungstages erstrahlte der Turm in bengalischem Licht.

Der Verschönerungsverein feierte im Mai 2019 das 125-jährige Bestehen des Aussichtsturms Frankenwarte.
Foto: Archiv Willi Dürrnagel | Der Verschönerungsverein feierte im Mai 2019 das 125-jährige Bestehen des Aussichtsturms Frankenwarte.

Ein Spielplatz für Klein und Groß

Idyllisch ruhig am Waldrand und gefühlt weit weg von der hektischen Stadt, ist der Spielplatz an der Frankenwarte gelegen. Das weitläufige Gelände lädt zum Spielen, Picknicken und Verweilen ein. Der Bereich für die ganz Kleinen mit Sandkasten und Schaukeln ist im Schatten unter Bäumen angesiedelt, für die Größeren gibt es ein Klettergerüst, eine Seilbahn, Reifenschaukeln oder eine Tischtennisplatte. Auch Sitzbänke sind vorhanden.

Auf dem Spielplatz an der Frankenwarte gibt es zahlreiche Spielmöglichkeiten und viel Grünfläche.
Foto: Daniel Peter | Auf dem Spielplatz an der Frankenwarte gibt es zahlreiche Spielmöglichkeiten und viel Grünfläche.

Doch die Frankenwarte besteht nicht nur aus einem Aussichtsturm und einem Spielplatz. Von dort aus kann man schöne, kleinere Wanderungen oder lange Spaziergänge unternehmen, zum Beispiel zum Käppele oder zur Festung. Über die vielen Grünflächen und Felder freuen sich vor allem Naturliebhaber. 

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