WÜRZBURG

Günter Lick: Seit Jahrzehnten tatkräftiger Helfer und Tennisspieler

Günter Lick nimmt an diesem Montag als Vizepräsident des Verbands der Würzburger Sportvereine Abschied.
Foto: Franz Nickel | Günter Lick nimmt an diesem Montag als Vizepräsident des Verbands der Würzburger Sportvereine Abschied.

Drei wichtige Bereiche bestimmen das Leben von Günter Lick: Die Familie, das Tennisspielen und sein ehrenamtlicher Einsatz in zahlreichen Ämtern und Vereinen. Unter anderem ist er seit 21 Jahren Vizepräsident des Verbands der Würzburger Sportvereine. An diesem Montag, 2. Mai, kandidiert er nicht mehr für diese Position, „um jungen Leuten die Chance zum Nachrücken zu geben“.

Günter Lick ist kein Freund der großen Worte, sondern ein tatkräftiger Helfer im „stillen Kämmerlein“. Dies zeigte er sowohl privat als auch in seinem Beruf als technischer Oberamtsrat und Dienststellenleiter der Bereiche Liegenschaften und Vermessung der Stadtverwaltung. Er sah und sieht stets seine wichtigste Rolle darin, bei gegensätzlichen Meinungen als ausgleichender Pol zu wirken. Seiner Ansicht nach nützen weder Auseinandersetzung noch Streit. Zielführend und erfolgreich ist für ihn nur der Weg zur besten Lösung, meist gepflastert mit Kompromissen.

Berater bei Bauprojekten

Einen langen Atem bewies der nach wie vor aktive Tennissportler auf zahlreichen Spielfeldern. Während seiner 21-jährigen Tätigkeit als Vizepräsident des Verbands der Würzburger Sportvereine kümmerte er sich hauptsächlich um die Beratung von Clubs bei Bauprojekten und gab Hilfestellung beim Erarbeiten von dafür notwendigen Finanzierungsmodellen. Außerdem übernahm er vielfältige Repräsentationsaufgaben für den Würzburger Sport. Ebenso lang ist Lick Mitglied des Sportbeirates der Stadt. Ob er in diesem Gremium noch drei weitere Jahre bleibt oder die Nachfolger hier aktiv werden, entscheidet der Stadtrat.

Eng verbunden ist der mittlerweile 78-Jährige mit der Turngemeinde Würzburg-Heidingsfeld (TGWH). Seit 1968 hält er dem Verein die Treue, von 1968 bis 1986 war er Leiter der Tennisabteilung und zwischen 1986 und 2002 stellvertretender Vereinsvorsitzender. Wegen seiner Verdienste wurde er 2008 von der TGWH zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Mittendrin statt nur dabei war Lick auch außerhalb des Sportplatzes. Von 1998 bis 2010 engagierte er sich als stellvertretender Vorsitzender für den Bürgerverein Lengfeld und wurde im vergangenen Jahr mit dem Titel des Ehrenvorsitzenden ausgezeichnet. Währenddessen wurden unter anderem die 25-jährige Eingemeindung zu Würzburg und das 200-jährige Bestehen der Kirchengemeinde Lengfeld vorbereitet und gefeiert.

In seiner Amtszeit als Vizepräsident des Verbands der Würzburger Sportvereine „gab es einige Male dunkle Wolken am Himmel“, sagte Lick. Damit meinte er die heftigen Debatten zur Umbenennung der Carl-Diem-Halle und die haushaltslose Zeit der Stadt. Damals stand vielen Sportvereinen das Wasser bis zum Hals. Erfreulich sei immer das sehr gute Verhältnis zu den Sportreferenten gewesen – früher Reiner Hartenstein und nun Muchtar Al Ghusain. Außerdem habe sich die Stadt stets bemüht, den Clubs nach besten Kräften finanziell unter die Arme zu greifen.

Ehefrau „Meisterin am PC“

Hohe Ehrungen – beispielsweise die Auszeichnung für lebenslange kommunale Verdienste durch Ministerpräsident Edmund Stoiber im Jahr 2002 – nimmt der Liegenschafts- und Finanzexperte zwar zur Kenntnis, sie haben für ihn jedoch keinen besonderen Stellenwert. Außerdem betont er, er hätte diese Leistungen nie vollbringen können, wenn ihm seine Ehefrau Hildegard nicht immer den Rücken freigehalten hätte. „Sie ist die Meisterin am PC“, lobt er seine bessere Hälfte. Ganz wichtig ist ihm auch, möglichst viel Zeit mit seinen sieben Enkeln zu verbringen.

Obwohl er nun ehrenamtlich ein bisschen kürzer tritt, setzt er sich auch weiterhin leise, dafür aber umso nachhaltiger, für die Belange der Sportvereine ein. „Ich stehe weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung.“

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