Estenfeld

Haushalt der VG Estenfeld: Unterm Strich schuldenfrei

Es war ein großer Stapel an Arbeit, die Anja Friedrich Im Februar vorigen Jahres von ihrem Vorgänger Frank Fiebig übernommen hatte: die Kämmerei in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld. Stück für Stück arbeitete die Verwaltungsfachwirtin die vielen Aufgaben ab und in der jüngsten Gemeinschaftsversammlung der VG präsentierte sie nicht nur den Haushalt für das laufende Jahr, sondern auch die Jahresrechnungen für die Jahre 2018 und 2019 samt dessen Prüfungen und die Ergebnisbekanntgabe von 2020, bislang noch ohne Prüfung.

Die Jahresrechnungen für 2018 und 2019 waren vom Rechnungsprüfungsausschuss unter die Lupe genommen werden. Die Ergebnisse fasste dessen Vorsitzender Ersoy Karakoc kurz und knapp zusammen: Alles sei in bester Ordnung, man könne die VG entlasten. Was auch mit 12:0 Stimmen geschah, ohne die Stimme der VG-Vorsitzenden Rosi Schraud. Sie war, weil sozusagen über ihre Arbeit abgestimmt wurde, von der Abstimmung ausgeschlossen.

Der Haushalt für das laufende Jahr umfasst 1 814 200 Euro im Verwaltungshaushalt (plus 14 200 Euro gegenüber 2020) und 110 000 Euro im Vermögenshaushalt (plus 10 000 Euro), zusammen 1 924 200 Euro. Den Löwenanteil der Einnahmen bildet die Verwaltungsumlage, die alle drei Orte zahlen. Sie liegt bei fast 1,5 Millionen Euro. Jeder Ort zahlt pro Einwohner und Jahr etwa 190 Euro für die Verwaltung. Mit etwas mehr als einer Millionen Euro ist Estenfeld der stärkste Zahler, gefolgt von Eisenheim mit 252 000 Euro und Prosselsheim mit 222 000 Euro. Stichtag für die Wertung der Zahlung ist jeweils der 30. Juni, an dem Tag lebten in der VG 7856 Einwohner.

72 Prozent für Personalausgaben

Gut 72 Prozent des Verwaltungshaushaltes, 1 323 550 Euro, sind die Personalausgaben. Für den Verwaltungs- und Betriebsaufwand sind Ausgaben von 474 750 eingeplant, etwa 26 Prozent der Ausgaben. Die VG sitzt im Rathaus der Gemeinde Estenfeld und zahlt dafür 26 500 Euro Miete jährlich.

Unterm Strich, so die Kämmerin, "ist die VG schuldenfrei, die Rücklagen betragen knapp 82 000 Euro, von denen in diesem Jahr 50 000 Euro entnommen werden". Und das, so Friedrich weiter, belaste den vorgeschriebenen Mindest- bzw. den Sockelbetrag der Rücklagen nicht, weil der Betrag von 16 186 Euro nicht unterschritten werde.

Die Debatte über den Haushalt schenkten sich die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung, weil sie nichts zu kritisieren oder zu bemängeln hatten, und so hieß es am Ende 13:0 für den Haushalt und die sehr gute Arbeit der Kämmerin.

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