Höchberg

Höchberg unterstützt Kulturschaffende mit einem Pre-Opening

Im April wurde die Kulturscheune fertiggestellt. Eine offizielle Eröffnung fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Gestartet werden soll jetzt dennoch. Doch wie genau?
Die Kulturscheune im Höchberger Wallweg bietet mit Hof, Foyer, Hauptsaal und Garten viel Potenzial für Veranstaltungen verschiedenster Art. Eine Art Testbetrieb startet nun noch im August mit einem kleinen Sommerprogramm.
Foto: Berthold Diem | Die Kulturscheune im Höchberger Wallweg bietet mit Hof, Foyer, Hauptsaal und Garten viel Potenzial für Veranstaltungen verschiedenster Art.

Die feierliche Eröffnung der Kulturscheune im Höchberger Wallweg sollte im April stattfinden. Für Mai war ein Tag der offenen Scheunentür, ein Kindertheater, ein klassisches Konzert und eine Kabarettveranstaltung geplant. Doch dann kam Corona und hat alle Pläne zunichte gemacht.

Schließlich wurde die Eröffnung auf September verschoben und sollte mit der Auftaktveranstaltung des Kulturherbstes 2020 des Landkreises Würzburg in der Kulturscheune stattfinden. Nachdem dieser nun aber auch im Zuge der Corona-Einschränkungen abgesagt wurde, ist dieser Termin ebenfalls hinfällig. Voraussichtlich wird die große Eröffnung erst im April nächsten Jahres stattfinden.

Kleines Sommerprogramm startet noch im August

Eine gute Nachricht gibt es dennoch: Da viele Kulturschaffende zurzeit „in der Luft hängen“ und für jede noch so kleine Veranstaltung dankbar sind, regte Kulturreferent Reinhard Klinger an, zumindest ein kleines Sommerprogramm auf die Beine zu stellen. Bürgermeister Alexander Knahn begrüßte die Idee, auch wenn es natürlich suboptimal sei, die Kulturscheune zu öffnen, ohne vorher eine offizielle Eröffnung gehabt zu haben. Aber so habe die Gemeinde zumindest die Möglichkeit, eine Art Testbetrieb laufen zu lassen, um Schwachstellen im Veranstaltungsablauf frühzeitig zu erkennen und dann nachjustieren zu können. 

Im Hauptsaal finden zu normalen Zeiten bei Theaterbestuhlung 153 Gäste Platz.
Foto: Wolfgang Kuch | Im Hauptsaal finden zu normalen Zeiten bei Theaterbestuhlung 153 Gäste Platz.

Mehrere Faktoren erschweren derzeit größere Veranstaltungen in der Kulturscheune. So müssen während der Corona-Zeit Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Könnte man generell 153 Plätze im Hauptsaal stellen, seien zurzeit maximal 46 Plätze verfügbar. "Im Garten sind es vielleicht 40", schätzt Reinhard Klinger, der sich seit nunmehr 25 Jahren im Höchberger Kulturstüble verantwortlich zeichnet. Künstler, die vor so wenigen Gästen auftreten, seien schwer zu finden. Dennoch möchte man denen, die gerne möchten, eine Bühne bieten.

Noch kein endgültiges Konzept

Der Markt Höchberg nutzt nun die "gewonnene Zeit", um ein Veranstaltungs- und Betriebskonzept zu erarbeiten. Denn die Erwartungen sind hoch: neben der beliebten Kleinkunstbühne, die von Reinhard Klinger über viele Jahre hinweg im Kulturstüble erfolgreich betrieben wurde, soll das Höchberger Kulturprogramm weitere Möglichkeiten bieten und neue Besucher anlocken, so Bürgermeister Knahn. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte das Team Festkultur Antje Molz zwar ein Nutzungskonzept vor, hinterließ den Gemeinderat aber mit mehr Fragen als mit Ergebnissen. Die endgültige Ausarbeitung ist bis Ende September geplant. "Fakt ist, dass wir die Kulturscheune zu einer Marke machen wollen. Dazu braucht es Strukturen und mehr Manpower", erklärte Knahn anschließend, "wie zum Beispiel einen Kulturmanager,  der sich dauerhaft um ein erweitertes Programm kümmert und den Betriebsablauf übernimmt." Reinhard Klinger stehe weiterhin beratend zur Seite und unterstützt, denn der Teil der Kleinkunstbühne stellt das Fundament dar, um das aufgebaut werden soll. 

Ob zu- oder nach Corona-Zeiten: In dem Konzept wird auch das Umfeld berücksichtigt, denn um 22 Uhr muss in der Kulturscheune wegen der Anwohner Schluss sein. Die Parksituation, das An- und Abfahren habe man ebenso im Blick, so Knahn.

Testbetrieb zu Corona-Zeiten

Nichtsdestotrotz bietet die neue Kulturscheune mit Hauptsaal, Foyer, Hof und Garten viel Potenzial, zeigt sich Bürgermeister Knahn zuversichtlich. "Wir erarbeiten derzeit ein zweigleisiges Konzept zu mit- und nach-Corona Zeiten. Alles was jetzt stattfindet, sehen wir als Erprobungsphase." Auftakt dazu ist am 16. August mit dem Auftritt des Duo Bassion und von Birgit Süß.

Im Garten der Kulturscheune (bei Regen im Innenbereich) finden noch im August folgende Sommerkonzerte: Sonntag, 16. August 2020, 18 bis 20 Uhr (bereits ausverkauft): Duo Bassion: „Pour l´Amour“ - Französische Chansons; Birgit Süss (Gesang) & Klaus Ratzek (Kontrabass und Tuba); Sonntag, 23. August 2020, 18 bis 20 Uhr: Black Velvet Band: Irish Folk Music; Sonntag, 30.08.2020, 18 bis 20 Uhr: Duo GrandiOs: Alt trifft neu – von Bach bis Bossa; Birgit Saemann (Cellistin von La Finesse) & Samy Saemann (E-Bass). 

Für alle drei Veranstaltungen gilt: Einlass um 17 Uhr, Eintritt 15 Euro pro Person (bitte passend an der Abendkasse zahlen). Kartenreservierungen jeweils für zwei Personen bei Reinhard Klinger, Kulturreferent Markt Höchberg möglichst per E-Mail an reinhardklinger@web.de oder Telefon 09 31/99 11 02 60.

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