Greußenheim

Imker halten zusammen wie eine Familie

Der Imkerverein Greußenheim zeichnete zur 50-Jahrfeier zahlreiche verdiente und langjährige Mitglieder aus.
Foto: Rainer Endres | Der Imkerverein Greußenheim zeichnete zur 50-Jahrfeier zahlreiche verdiente und langjährige Mitglieder aus.

Nahezu alle Mitglieder waren gekommen, und das 50-jährige Bestehen des Imkervereins Greußenheim zu feiern. Die Feier begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, den Pfarrer Paul Julian mit dem Greußenheimer „Imkerpfarrer“ und Ehrenbürger Eberhard Ritter zelebrierte. In seiner Predigt betonte Pfarrer Julian, wie wichtig es sei, mit Hilfe aller eine intakte Natur zu bewahren. Das Zusammenleben der Bienen könne hier ein Beispiel sein. Seine Predigt und die scharf formulierten Fürbitten wurden in der Kirche mit spontanem Applaus bedacht, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Bei der Eröffnung des Festes in der Geißberghalle gingen die Vorsitzenden auf die jüngste Geschichte mit dem Wechsel an der Vereinsspitze ein, ebenso auf das Neuimkerprogramm, das zum Ziel hat, Neulingen mit dem enormen Wissen und dem Erfahrungsschatz der Greußenheimer Imker zu einem guten Start in ihr neues Hobby zu verhelfen. Darüber hinaus erhofft sich der Verein Verstärkung durch neue Mitglieder.

Die Imker des Vereins stammen aus den Gemeinden Greußenheim, Roßbrunn, Mädelhofen, Uettingen, Würzburg und Margetshöchheim, damit hat der Verein einen großen Einzugsbereich.

Den langjährigen Vorsitzenden Ludwig Gerlich und Karl Heinz Köhler sowie Josef Konrad folgte dieses Jahr Angela Marquardt an der Vereinsspitze, unterstützt von Rainer Platz als Stellvertreter. Das Amt des Kassenwarts hatte 48 Jahre lang Emil Endres inne, der es vor einigen Jahren an Rainer Endres übergab. Als Schriftführer ergänzt Ludwig Lannig den Vorstand.

Bürgermeisterin Karin Kuhn unterstrich in ihren Grußworten die Bedeutung des Imkervereins für die Gemeinde. In Greußenheim sind noch fast zehn Imker mit eigenen Völkern aktiv – für die Gemeinde als Mitglied der Ökomodellregion Waldsassengau mit 90 Prozent Biolandwirtschaft ein wichtiger Faktor. Kuhn betonte, dass reiche Ernte, üppiges Wachstum und natürliche Artenvielfalt stark von den Bienen abhängen.

Erfreulich für Bienen und Imker: Die Gemeinde wird in 2017 im Wasserschutzgebiet das Überleben der Bienen unterstützen und Wiesen anlegen. Als dank für die langjährige ehrenamtliche Arbeit überreichte die Bürgermeisterin einen Scheck von 250 Euro.

Kreisvorsitzender Rudolf Behl unterstrich die Bedeutung der Imkervereine mit einigen Zahlen, Daten und Fakten: Für eine ausreichende Bestäubungsleistung seien vier Bienenvölker pro Quadratkilometer erforderlich; der aktuelle Durchschnitt liege bei zwei. Der Honigkonsum in Deutschland könne aktuell nur zu 20 Prozent aus heimischem Honig gedeckt werden, der Rest von 80 Prozent wird aus dem Ausland importiert – mit Nachteilen, aktuell allen voran Import und Ausbruch der amerikanischen Faulbrut, die aus den USA eingeschleppt wurde und mit der momentan in Reichenberg gekämpft wird.

Behl übernahm auch die Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder (s. Info.-Box).

Der Abend klang aus mit einem Dia-Rückblick, präsentiert vom langjährigen Vorsitzenden Ludwig Gerlich. Sein Motto war, den Verein zu führen wie eine Familie und denselben Zusammenhalt zu schaffen. Das ihm das gelungen ist, war auf den Dias zu sehen.

Imkerverein-Ehrungen

Die Gründungsmitglieder aus dem Jahr 1965, die ihrem Verein seither die Treue halten, wurden mit der Ehrenurkunde für besonderen Einsatz und Verdienste um die Bienenhaltung ausgezeichnet: an: Ludwig Gerlich, Eugen Herold, Emil Endres, Hermann Endres, Bruno Hetzer, Karl Lutz, Albert Nickel, Kurt Platz und Eberhard Ritter.

Auszeichnung in Bronze: Benno Lannig, Maria Rügamer und Gregor Konrad.

Auszeichnung in Silber: Gert Hörner und Herbert Konrad, Ludwig Lannig und Anton Roth.

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