WÜRZBURG

Iraner verschärfen Protest - zugenähte Münder

Nach 80 Tagen Protest haben die Iraner in Würzburg ihren Streik erneut verschärft. Zwei der acht Männer nähten sich ihre Münder zum Teil zu und traten damit erneut in Hungerstreik. Sie wollen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sofort als politische Flüchtlinge anerkannt werden.

Zudem fordern sie nach eigenen Angaben die Abschaffung der Gemeinschaftsunterkünfte und einen Abschiebungsstopp. Die anderen sechs Männer klebten ihre Lippen mit Pflastern zu. Vier der ursprünglich zehn streikenden Iraner wurden bereits als politische Flüchtlinge anerkannt. Die Lippen der beiden Iraner waren an den Seiten mit einem schwarzen Faden zugenäht. Sie hätten sich ärztlich beraten lassen, sagte einer der Männer, doch der Arzt habe ihnen von der Aktion abgeraten. Die Stadt Würzburg wollte sich nicht dazu äußern.

Die Polizei beobachte die Situation weiter aufmerksam, sagte ein Sprecher. Der Protest der Asylbewerber aus dem Iran hatte Mitte März mit einem Hungerstreik in der Innenstadt begonnen, den sie nach einem Gespräch mit dem Bundesamt zwei Wochen später zunächst beendeten. Ihren Protest in der Innenstadt setzten die Männer dennoch fort. Die Stadt hat die Aktion noch bis zum 15. Juni genehmigt.
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