Veitshöchheim

Johannes Knorr nun Mitglied des Bundesjugendorchesters

Der angehende Abiturient Johannes Knorr erhielt eine besondere Förderung im Wahlunterricht des Gymnasiums Veitshöchheim.
Foto: Dieter Gürz | Der angehende Abiturient Johannes Knorr erhielt eine besondere Förderung im Wahlunterricht des Gymnasiums Veitshöchheim.

Der angehende Abiturient Johannes Knorr vom Gymnasium Veitshöchheim hat die Aufnahmeprüfung zum Bundesjugendorchester in Berlin bestanden und damit einen Platz unter den besten deutschen jungen Musikern gefunden, vergleichbar der Nationalspieler im Fußball.

Der Veitshöchheimer hat schon früh in der Grundschule mit Geigenunterricht begonnen. So glänzte er bereits im Dezember 2013  beim Weihnachtskonzert der Sing- und Musikschule Veitshöchheim mit einem Stück aus „La Follia" von Arcangelo Corelli.

Wie Christine Gaillard, seine Musiklehrerin am Gymnasium , berichtet, wurde der Schüler vor über zwei  Jahren mit einer Aufnahmeprüfung in die Frühförderklasse der Musikhochschule Würzburg aufgenommen. Dort habe er eine unglaublich starke Konkurrenz kennengelernt und sei von seinem Lehrer zu richtig ernsthaftem Üben verpflichtet worden. Dies habe sehr schnell zu schönen Fortschritten geführt.

Im August diesen Jahres beschloss der angehende Abiturient, statt mit der Geige mit der Bratsche die Aufnahmeprüfung für das Bundesjugendorchester (BJO) zu spielen. Johannes machte sich in den Sommerferien mit dem Instrument vertraut, nahm zusätzlichen Unterricht und erhielt von Makoto Sudo vom Philharmonischen Orchester Würzburg ein sehr gutes Instrument als Leihgabe. Es ist eine Bratsche aus der im 18. und 19. Jahrhundert in Mailand arbeitenden Werkstatt der Geigenbauer-Familie Mantegazza. Mit dieser hatte Sudo 2000 das Vorspielen beim Mainfrankentheater gemeistert.

Es stellte sich sehr schnell heraus, so attestierte ihm der Profi, dass er eine große Begabung für das Bratschenspiel  hat. Tatsächlich bestand er auch die Prüfung für das Bundesjugendorchester. Johannes Knorr zählt nun in der Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen zu den besten Musikern Deutschlands.

Er spielt nun bei mehreren Projekten des BJO mit, erstmals im Januar bei den Beethoven-Sinfonien. Im Sommer ist  geplant, dass das BJO zusammen mit den Berliner Philharmonikern unter dessen Dirigent Kirill Petrenko die 9. Sinfonie von Beethoven aufführt anlässlich dessen 250. Geburtstag.

Die über 100 Mitglieder des BJO kommen aus allen Ecken Deutschlands. Sie wurden als besonders förderungswürdige Talente ins Bundesjugendorchester aufgenommen. So erhält nun auch der Veitshöchheimer Jugendliche die einzigartige Chance, mit berühmten Dirigenten und Solisten zusammenzuarbeiten.

Neben dem Ehrendirigenten Sir Simon Rattle standen bereits Herbert von Karajan, Kurt Masur, Gerd Albrecht oder Gustavo Dudamel am Pult des Bundesjugendorchesters; Solisten wie Christian Tetzlaff (Violine), Tabea Zimmermann (Viola), Fazil Say (Klavier) sowie die Rockmusiker Sting und Peter Maffay gingen mit dem BJO auf Tournee.

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