Würzburg

Katholischer Frauenbund Veitshöchheim feierte 50. Geburtstag

Nach dem Festgottesdienst zum 50-jährigen Bestehen des Katholischen Frauenbunds Veitshöchheim versammelten sich um den Altar das Vorstandsteam geeehrte Mitglieder und Ehrengästen zum Erinnerungsfoto.
Foto: Dieter Gürz | Nach dem Festgottesdienst zum 50-jährigen Bestehen des Katholischen Frauenbunds Veitshöchheim versammelten sich um den Altar das Vorstandsteam geeehrte Mitglieder und Ehrengästen zum Erinnerungsfoto.

Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter standen im Mittelpunkt des festlich gestalteten Gottesdienstes in der Kuratiekirche, mit dem der Katholische Frauenbund Veitshöchheim am Weltfrauentag auf sein 50-jähriges Gründungsjubiläum zurückblickte.

Als Ehrengast verwies die KDFB-Diözesanvorsitzende Edeltraud Hann in ihrem Grußwort auf die Aktion Maria 2.0, in der katholische Frauen sich für eine gerechtere Kirche einsetzen. Hann: "Für viele Gläubige ist gerade durch die Missbrauchsfälle und die Finanzskandale deutlich geworden, dass die kirchlichen Machtstrukturen von Grund auf verändert werden müssen." Auf Augenhöhe sollten Alle in der Kirche ihren Berufungen folgen können. "Wir sind der Meinung", so Hann, "dass es ein weiter so in unserer Kirche nicht geben kann. Jetzt ist die Zeit zu handeln".

Anstelle einer Predigt hatten Pfarrer Robert Borawski und die Gemeindereferentin Roswitha Hofmann im Dialog die Werte des Frauenbunds beleuchtet und auf die Problematik sinkender Mitgliederzahlen und immer weniger Ressourcen der jungen berufstätigen Frauen verwiesen. Aktuell unternehme man den Versuch, sich mit anderen Zweigvereinen zusammen zu tun oder sich mit anderen Gruppierungen wie der Nachbarschaftshilfe zu vernetzen. 

Gründungsmitglieder geehrt

Eine Zeit des Aufbruchs sei es auch schon damals gewesen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, als am 9. März 1970 in Veitshöchheim 22 Frauen den Frauenbund Sankt Vitus als Zweigverein des damals schon 60 Jahre bestehenden Frauenbunds Deutschlands gründeten. Von den Gründungsmitgliedern wurden mit der KDFB-Ehrennadel in Gold mit Stein Ursula Feiler, Maria Grötsch, Martina Härtlein, Kunigunde Bittner, Gertrud Wohlfahrt, Christina Strigl und Philomena Krautschneider ausgezeichnet. Gisela Cronimus-Hohmann, Helga Wenger, Irmgard Zellhahn und Elke Götz erhielten die Ehrennadel in Gold für 40jährige Mitgliedschaft und für 30 Jahre Zugehörigkeit geehrt wurden Rosemarie Hahner und Brigitte Schnackig.

Neben Frauenbundmitglied Gaby Konrad an der Orgel gestaltet musikalisch stimmungsvoll der ökumenische Singkreis „Mit Herz und Stimme“ unter der Leitung von Andrea Huber den Jubiläumsgottesdienst. Dem Frauenbund die Ehre gaben einige örtliche Vereine mit ihren Fahnenabordnungen. Nach dem Gottesdienst hatte der Frauenbund zur Begegnung im Pfarrsaal eingeladen.

Regelmäßige Treffen und Besuche

Mit der Gründung ist nach den Worten von Andrea Huber vom Vorstandsteam bis heute ein soziales Netzwerk entstanden, das mit regelmäßigen Treffen und gegenseitigen Besuchen gepflegt wird. Ein Besuchsdienst organisiert so nach wie vor die Besuche im Seniorenheim. Es besteht das Angebot alle 14 Tage den Spielenachmittag in der Sozialstation zu besuchen und ebenso sorgt sich ein Team des Frauenbundes um die Senioren beim Seniorennachmittag jeden zweiten  Donnerstag im Monat.

Es wurden und werden immer noch Andachten in der St. Vitus Kirche, in der Martinskapelle und im Seniorenheim angeboten. Viele Jahre bestand das Angebot des Adventskaffees im Haus der Begegnung. Bei runden Geburtstagen wird persönlich gratuliert und es finden Vorträge in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaftshilfe und der Sozialstation statt. Ein Faschingsnachmittag sorgt jedes Jahr für Stimmung im Seniorenheim. Regelmäßige Angebote von gemeinsamen Busfahrten stärkten die Gemeinschaft. Eine Welt Verkauf bei Veranstaltungen und aktuell die Teilnahme an den Fair-Trade Veranstaltungen der Gemeinde unterstreiche die Verantwortung des Frauenbundes für Natur und Umwelt.

Erlöse werden gespendet

Erlöse aus Tombolas und Veranstaltungen  werden an die Kirchengemeinde und soziale Einrichtungen als Spende weitergegeben werden. So wird laut Huber auch die Kollekte des Jubiläumsgottesdienstes mit dem Spendenerlös aus dem Verkauf der selbstgebackenen Lebkuchen anlässlich des Weihnachtsmarktes an die Station Tanzbär der Missio-Kinderklinik weitergeleitet.

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