Veitshöchheim

Kirchstraßen-Baustelle bleibt noch fast ein Jahr

Noch ziemlich wüst sieht es auf der Baustelle in der Kirchstraße aus. Ende Ende Mai 2020 wurde mit dem Ausbau des 220 Meter langen Stücks begonnen.
Foto: Dieter Gürz | Noch ziemlich wüst sieht es auf der Baustelle in der Kirchstraße aus. Ende Ende Mai 2020 wurde mit dem Ausbau des 220 Meter langen Stücks begonnen.

Noch ziemlich wüst sieht es auf der Baustelle in der Veitshöchheimer Kirchstraße aus, wo Ende Mai 2020 die im Ort ansässige Firma Würzburger Pflasterbau mit dem Ausbau des 220 Meter langen zweiten Bauabschnittes begann. Die Kosten für Kanal- und Straßenbau liegen bei 3,84 Millionen Euro.

Für Passanten, die zu den Geschäften, zum Arzt oder in die Apotheke wollen, sind die sich täglich ändernden Hindernisläufe, die sie und vor allem auch viele Leute mit Rollatoren oder Kinderwagen zurücklegen müssen, seitdem ein Ärgernis und auch riskant für die eigene Gesundheit. So sprach denn auch Grünensprecherin Christina Feiler in der vergangenen Hauptausschuss-Sitzung von einer unbefriedigenden Situation und fragte nach Möglichkeiten, damit sich die Leute sicherer fühlen. Dazu erklärte der gemeindliche Tiefbauingenieur, dass man noch drei Wochen mit diesem Zustand leben müsse. Dann seien alle Rampen mit Beginn der Pflasterung weg.

Das derzeitige Schotterprovisorium im Ausbaubereich zwischen Vitusschule und Oberer Maingasse bleibt auch noch über den Winter, bevor dann ab März 2022 bis Juli 2022 auch hier gepflastert wird.
Foto: Dieter Gürz | Das derzeitige Schotterprovisorium im Ausbaubereich zwischen Vitusschule und Oberer Maingasse bleibt auch noch über den Winter, bevor dann ab März 2022 bis Juli 2022 auch hier gepflastert wird.

Nach dem ursprünglichen Bauzeitenplan sollten die Kanalbaumaßnahmen eigentlich schon bis zum Jahresende 2020 abgeschlossen sein und über die Wintermonate auch eine zwischenzeitliche Verkehrsfreigabe erfolgen, ehe dann im Frühjahr 2021 gepflastert werden sollte. Doch noch müssen bis Mitte August 2021 auf der westlichen Straßenseite Hausanschlussleitungen verlegt werden, wie Bürgermeister Jürgen Götz in der Sitzung informierte.

Mit den Arbeiten für die gepflasterte Entwässerungsrinne könne straßenmittig aber noch vor den Sommerferien ab der Kreuzung Bahnhofstraße in Richtung Kirchplatz begonnen werden. Die niveaugleiche Pflasterung auf der gesamten Fläche bis zum Eingang der Vitusschule soll dann ab Mitte August bis Ende Dezember 2021 über die Bühne gehen. Lediglich die beiden Bushaltestellen in der Kirchstraße erhalten ein barrierefreies Hochbord von 18 Zentimeter.

Als letzter Abschnitt steht nach dem neuen Bauzeitenplan noch von August bis Oktober 2022 der Ausbau im bisher ausgesparten Kreuzungsbereich Bahnhofstraße / Thüngersheimer Straße /Untere Maingasse an. Die Alternative, diesen Bereich statt zu pflastern zu asphaltieren, um dadurch sechs Wochen Bauzeit einzusparen, fand im letzten Hauptausschuss keine Mehrheit.
Foto: Dieter Gürz | Als letzter Abschnitt steht nach dem neuen Bauzeitenplan noch von August bis Oktober 2022 der Ausbau im bisher ausgesparten Kreuzungsbereich Bahnhofstraße / Thüngersheimer Straße /Untere Maingasse an.

Die Kirchstraße wäre mit zunehmendem Baufortschritt nach Abbinden des Pflastermörtels nach und nach als Sackstraße anfahrbar. Erst im neuen Jahr soll dann der derzeit geschotterte erste Bauabschnitt von der Vitussschule bis zum Hofgarteneingang an der Oberen Maingasse gepflastert werden. Hier müssen aber noch bis Ende Dezember 2021 Wasser- und Gashausanschlüsse neu erstellt werden.

Über den Winter könne aber, so der Bürgermeister, der Bereich zwischen den beiden Maingassen befahren werden, bevor von März bis Juli 2022 auch zwischen Vitusschule und Oberer Maingasse gepflastert wird. Der bis jetzt noch ausgesparte Kreuzungsbereich an der Bahnhofstraße folgt als letzter Abschnitt von August bis Oktober 2022. Auch hier sind vor der Pflasterung noch Kanal-, Wasser- und Gasleitungen zu verlegen.

Ursache für die zeitliche Verzögerung um fast ein Jahr, so Götz, seien gleich mehrere Behinderungen im bisherigen Bauverlauf. So habe es Lieferschwierigkeiten von Materialien gegeben, mussten Baukolonnen in Corona-Quarantäne und waren auch die archäologischen Funde vor der Kirche sehr hinderlich.

Zur Debatte stellte deshalb der Bürgermeister die Alternative, den 180 Quadratmeter großen Kreuzungsbereich in Asphaltbauweise auszuführen, wie er auch beim angrenzenden Ausbau der Thüngersheimer Straße geplant sei. Dadurch könnte die Kreuzung sechs Wochen früher für den Verkehr freigegeben werden. Bei der Diskussion kristallisierte sich aber eine Mehrheit dafür heraus, diesen stark frequentierten Kernbereich des Altortes zu pflastern, da so der Verkehr besser als bei Asphalt abgebremst werde. Mit sechs Ja- bei drei Neinstimmen billigte schließlich das Gremium die Pflasterbauweise im Kreuzungsbereich.

Die Anwohner müssen derzeit Hindernisläufe in Kauf nehmen, um zum Arzt, in die Apotheke oder in die Geschäfte zu kommen.
Foto: Dieter Gürz | Die Anwohner müssen derzeit Hindernisläufe in Kauf nehmen, um zum Arzt, in die Apotheke oder in die Geschäfte zu kommen.
Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Veitshöchheim
Dieter Gürz
Apotheken
Bauabschnitte
Baustellen
Debatten
Diskussionen
Frühling
Jürgen Götz
Kirchplätze
Sommerferien
Straßenbau
Winter
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top