Kister Friedhof bereitet Sorgen

Dabei hatte die Gemeinde auch mit der Anbringung eines von Künstler Herbert Schneider-Bräckler gestalteten großformatigen Sgraffito-Bildes auf der Rückwand der Aussegnungshalle künstlerische Zeichen gesetzt. Mit der Erweiterung des Friedhofes in westliche Richtung bis zum Bereich der oberen Ortsausfahrt im Jahre 1969 wurden rund 200 Bestattungsplätze zusätzlich geschaffen, so dass der Raum für die Zukunft als ausreichend für die Gemeinde scheint.

Hinsichtlich der zunehmenden Urnenbestattungen hat sich der Gemeinderat auch nach mehrjährigen unterschiedlichen Diskussionen dem hartnäckigen Verlangen des verstorbenen zweiten Bürgermeisters Walter Öhrlein gebeugt und eine moderne ästhetisch ansprechende Urnenwandanlage schaffen lassen.

Jetzt zeigt sich ein neues und finanziell nicht unbeträchtliches Problem im Friedhofsbereich auf. Es geht um die Belegung der Erdbestattung in den Gräbern. Bei einer Erdbestattung war vorgesehen, den Verstorbenen tiefer zu legen. Obwohl die letzte Bestattung an dieser Stelle bereits vor 20 Jahren war, wurden Teile des Sarges und der Leiche erkennbar. Bekannt ist, dass die Erdformationen im Kister Bereich unterschiedlich sind von Humus über Fels bis zum Lehmbereich. Entsprechende Bodenanalysen über den Friedhofsbereich sind nicht vorhanden.

Da im erweiterten Friedhofsteil noch rund 80 Grabbelegungen möglich sind und darüber hinaus im seitherigen Friedhofsteil noch weitere Gräber neu belegt werden können, wird sich der Gemeinderat mit einer humanitären Erdbestattung ohne Risiko befassen müssen. Ob eventuell relativ kostenaufwendige Grabkammern als zusätzlicher Einbau in Form von Fertigbetonteilen mit entsprechender Be- und Entlüftung eingebaut werden müssen, soll nunmehr nach geologischer Begutachtung vom Ratsgremium entschieden werden.

Jedenfalls würde die künftige Erdbestattung dann erheblich teurer werden. Wie der zuständige Bearbeiter bei der Verwaltungsgemeinschaft, Bernd Weber, hierzu erklärte, würde die Errichtung einer entsprechenden Grabkammer mit etwa 2500 Euro zusätzlich zu veranschlagen sein. Bürgermeister Volker Faulhaber sagte, dass man bemüht sei, auch künftig den Friedhofs- und Bestattungsbereich kostengünstig und zeitgerecht zu gestalten und zu betreiben.

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