Würzburg

KKH: Weniger Frauen in Bayern nutzen weibliche Krebsvorsorge

In den vergangenen Jahren haben immer weniger Frauen eine weibliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung in Anspruch genommen. Darauf weist die KKH Kaufmännische Krankenkasse in einer Pressemitteilung zum Tag der Krebserkrankungen am 4. Februar hin. Der Krebstag steht in diesem Jahr unter dem Motto Prävention, schwerpunktmäßig bei Gebärmutterhalskrebs.

Laut Auswertung der KKH ist der Anteil der weiblichen Versicherten, die eine Brust- oder Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge bei ihrem Gynäkologen durchführen lassen haben, zwischen 2009 und 2019 in Bayern um rund sieben Prozent gesunken. Lediglich 43 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen nutzten 2019 das jährliche Vorsorge-Angebot. „Aufgrund der Corona-Krise und möglicher Angst vor Ansteckung mit dem Virus bei Arztbesuchen dürfte die Zahl im vergangen Jahr allerdings noch weiter gesunken sein“, vermutet Simone Riß vom KKH-Serviceteam in Würzburg.

Der häufigste Auslöser für die Entstehung von Krebs an der Gebärmutter ist eine chronische Infektion mit bestimmten Humanen Papillomviren (HP-Viren, HPV). Um sich dagegen zu schützen, sollten sich Mädchen und Jungen impfen lassen. Wie eine Auswertung der KKH ergeben hat, wurden im Jahr 2019 in Bayern aber nur rund 14 Prozent der Mädchen und rund sieben Prozent der Jungen zwischen neun und 17 Jahren gegen HPV geimpft. 

Um Versicherte über die Früherkennungsprogramme Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs besser zu informieren, erhalten anspruchsberechtigte Frauen und Männer seit Mitte 2019 und Anfang 2020 von ihrer Krankenkasse alle fünf Jahre ein Anschreiben.

Weiterführende Informationen zu allen gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen gibt es im Internet unter kkh.de/krebsfrueherkennung.

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