Schweinfurt

Klaus Ernst soll Bayerns Linke wieder in den Bundestag führen

In Veitshöchheim stellt die Linke am Wochenende ihre Liste für die Bundestagswahl auf. Wer aus Unterfranken neben Klaus Ernst noch mit einem Spitzenplatz rechnen kann.
Klaus Ernst will die bayerische Landesliste der Linken zur Bundestagswahl in einer Doppelspitze mit Stephanie Gohlke anführen. Das Bild entstand im Wahlkampf 2017.
Foto: Anand Anders | Klaus Ernst will die bayerische Landesliste der Linken zur Bundestagswahl in einer Doppelspitze mit Stephanie Gohlke anführen. Das Bild entstand im Wahlkampf 2017.

Mit dem Schweinfurter Gewerkschafter Klaus Ernst und der Kulturpolitikerin Simone Barrientos aus Ochsenfurt (Lkr. Würzburg) sitzen aktuell zwei Unterfranken für die Linke im Bundestag. Beide haben gute Aussichten, ihre Mandate auch nach der Wahl am 26. September zu behalten. Bei einem Präsenzparteitag an diesem Samstag, 27. März, in Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) stellt die Partei ihre bayerische Landesliste auf.

Geht es nach dem Landesvorstand der Linken, führt Klaus Ernst hinter der Münchnerin Stephanie Gohlke die Liste erneut in einer Doppelspitze an. Der 66-Jährige, seit 2005 Mitglied des Bundestags,  hat allerdings auf dem Parteitag zwei Gegenkandidaten: Helene Füllgraf (65) aus München und Roland Meier (56) aus Ingolstadt. Beiden geben Beobachter aber keine großen Chancen, den Gewerkschafter aus Unterfranken, der von 2010 bis 2012 auch Bundesvorsitzender der Linken war, zu verdrängen.

Ernst sieht Chance für Rot-Rot-Grün

Klaus Ernst, der im Wahlkreis Schweinfurt als Direktkandidat nominiert ist, räumt auf Nachfrage ein, zwischenzeitlich über einen Rückzug aus dem Bundestag nachgedacht zu haben. Letztlich habe er sich entschieden, "in der aktuellen Lage ein Zeichen für die abhängig Beschäftigten zu setzen". Er wolle, so der 66-Jährige, mit aller Kraft dazu beitragen, dass die Arbeitnehmer "nicht unter die Räder kommen und die Folgen der Corona-Krise alleine bezahlen müssen". Digitalisierung und Klimawandel seien zusätzliche Herausforderungen. Ernst sieht zudem Chancen für eine rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl, nachdem die SPD ihre Haltung zu Hartz IV und zu einer Vermögenssteuer geändert habe. 

Simone Barrientos will wieder für die Linke in den Bundestag. Das Bild zeigt sie im September bei einer Rede im Deutschen Bundestag.
Foto: Arne Immanuel Bänsch, dpa | Simone Barrientos will wieder für die Linke in den Bundestag. Das Bild zeigt sie im September bei einer Rede im Deutschen Bundestag.

Für Listenplatz fünf bewirbt sich beim Parteitag Simone Barrientos, im Wahlkreis Würzburg Direktkandidatin der Linken. Die 57-jährige kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion hat bislang keine Gegenkandidaten. Schneidet die Partei ähnlich ab wie vor vier Jahren, als sie in Bayern auf 6,1 Prozent und sieben Mandate kam, dürfte Barrientos der Wiedereinzug in den Bundestag sicher sein. Und für Platz sechs hat mit Andreas Adrian aus Großwallstadt, der im Wahlkreis Main-Spessart/Miltenberg antritt, ein weiterer Unterfranke seine Bewerbung um einen guten Listenplatz angekündigt. Der 21-Jährige, der Kreisrat in Miltenberg ist, hat allerdings vier Mitbewerber.

Delegierte und Pressevertreter müssen Corona-Tests vorlegen

Unterdessen setzt die Linke bei ihrem Landesparteitag in Veitshöchheim auf ein strenges Hygienekonzept. Die 150 Delegierten aus ganz Bayern, alle weitere Teilnehmer und Journalisten müssen am Einlass zu den Mainfrankensälen einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Während des Parteitags herrscht FFP2-Maskenpflicht, essen und trinken in der Halle ist verboten.   

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