Würzburg

Klinikseelsorger: "Wir haben den Tod zu sehr aus dem Leben verdrängt"

Gottfried Amendt hat 30 Jahre lang als Klinikseelsorger in Würzburg Sterbende und ihre Angehörige begleitet. Ein Gespräch über Corona, Ängste, tägliches Leid und den Tod.
Monsignore Gottfried Amendt hat 30 Jahre lang als Klinikseelsorger gearbeitet.  Dabei ist er tagtäglich mit Leid konfrontiert worden. 'Das gehört zum Leben. Genauso wie der Tod.'
Foto: Silvia Gralla | Monsignore Gottfried Amendt hat 30 Jahre lang als Klinikseelsorger gearbeitet.  Dabei ist er tagtäglich mit Leid konfrontiert worden. "Das gehört zum Leben. Genauso wie der Tod."

Wer ihn kennt, und das sind viele Menschen in der Region, schwärmt von seiner Ausstrahlung. "Bei dem kannst du dein Herz ausschütten", hört man oft, wenn von Monsignore Gottfried Amendt die Rede ist. Dem beliebten Klinikseelsorger sind solche Lobeshymnen eher unangenehm. "Meine Aura ist ein Geschenk, für das ich nichts kann", sagt er im Interview bescheiden. "Die Anerkennung und Dankbarkeit, die ich erfahre, ist viel mehr als das, was ich den Menschen geben kann." 30 Jahre lang hat Amendt Sterbende begleitet. Das bedeutet: ihnen und ihren Angehörigen in schweren Stunden zur Seite zu stehen.

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