Würzburg

MP+Kommentar gegen die Ausgangssperre: Maßnahme nimmt Bevölkerung in Kollektivhaft

Als massiver Eingriff in die Grundrechte darf sie nur Ultima Ratio sein. Doch die Ausgangssperre nimmt die Bevölkerung in Kollektivhaft, meint unser Autor.
Menschenleeres Würzburg: Auch hier gilt wie in fast allen bayerischen Städten und Landkreisen derzeit schon eine nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr. 
Foto: Johannes Kiefer | Menschenleeres Würzburg: Auch hier gilt wie in fast allen bayerischen Städten und Landkreisen derzeit schon eine nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr. 

Die Lage ist ernst, die Pandemie verlangt Anstrengung und Verzicht. Aber bitte mit Maß, und vor allem mit Ziel. Die Ausgangssperre taugt nicht als Heilsbringer, sie zielt viel zu unscharf. Was nun bundesweit geplant ist, gilt in Bayern schon seit Monaten. Erst ab 21 Uhr, seit Mitte Februar ab 22 Uhr: Bei einer Inzidenz über 100 heißt es drinnen bleiben. Die Ausgangssperre ist als Instrument zu pauschalBetroffen sind die meisten Landkreise, bewirkt hat die drastische Maßnahme offenbar nichts. Bayern liegt bei den Infektionen deutlich über dem Bundesschnitt.

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