Würzburg

Kommentar: Wer Medikamente hamstert, bringt andere in Gefahr

Apotheken werden überrannt, die Nachfrage nach Medikamenten ist groß. Doch manche bevorraten diese genauso wie Nudeln oder Toilettenpapier. Das kann gefährlich werden.
Masken und Desinfektionsmittel sind aktuell in praktisch allen Apotheken ausverkauft. 
Foto: Thomas Obermeier | Masken und Desinfektionsmittel sind aktuell in praktisch allen Apotheken ausverkauft. 

Natürlich ist es nur allzu menschlich, wenn in Zeiten der Corona-Krise viele Menschen davor Angst haben, das ein für sie wichtiges Medikament Lieferprobleme bekommen könnte. Das trifft aber bestimmt nicht auf Schnupfen- und Schmerzmittel zu, die rezeptfrei zu erhalten sind und für die es immer eine Alternative gibt.

Wer aktuell auch noch verschreibungspflichtige Medikamente bevorratet, sollte sich bewusst sein, das er die Situation damit zusätzlich verschärft. 

Solidarität ist in diesen Zeiten gefragt, darum sollte sich auch jeder chronisch kranke Patient informieren, welche Medikamente künftig problemlos lieferbar sind und in welchen Fällen tatsächlich Lieferengpässe drohen könnten. Denn wer Medikamente hamstert, schadet denjenigen, die sie dringend brauchen.

Apotheken arbeiten am Anschlag

Apotheker und ihr Personal arbeiten derzeit am Anschlag. Daher muss jeder Verantwortung übernehmen. Verantwortung für seine eigene Gesundheit und vor allem für alte und kranke Menschen. Denn die brauchen das eine oder andere Präparat ganz sicher dringender als der Gesunde die vierte oder fünfte Packung eines Medikaments nur "für alle Fälle". 

Und ganz nebenbei gehören Apotheker und ihre Angestellten zu den Berufsgruppen, denen man in der momentanen Situation auch einfach mal "Danke" sagen sollte. 

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