Rimpar

Kommt ein fester Blitzer nach Maidbronn?

Der Engpass am Alten Rathaus (vorne) in Rimpar ist für große Lkws eine Herausforderung.
Foto: Ammon | Der Engpass am Alten Rathaus (vorne) in Rimpar ist für große Lkws eine Herausforderung.

Seit Mai dürfen auch Kommunen feste Blitzer einrichten. Auf Antrag der SPD prüft nun die Gemeinde Rimpar verschiedene Standorte an den Ortseingängen nach Rimpar und Gramschatz. Am wahrscheinlichsten erscheint, dass die Estenfelder Straße in Maidbronn die rechtlichen Vorgaben erfüllt. Voraussetzung ist, dass über einen längeren Zeitraum tatsächlich deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen vorliegen. Ferner ist in Absprache mit der Polizei zu prüfen, ob eine mobile oder teilstationäre Geschwindigkeitsüberwachung ausreicht.

Historisches Recht auf Durchfahrt für schwere Lastwagen

Das Pilotprojekt 30, das noch kurz vor der Kommunalwahl im März für intensive Diskussionen im Marktgemeinderat gesorgt hatte, scheint dagegen vom Tisch. Ein auf Rimpar beschränktes Pilotprojekt, wie vom damaligen Bürgermeister Burkard Losert angeregt, stößt auf rechtliche Hürden. Dies habe sich nach Gesprächen mit der zuständigen Fachbehörde gezeigt, stellte Bürgermeister Bernhard Weidner vor kurzem im Bauausschuss fest. Auf einer Ortsdurchfahrt sei Tempo 30 nur an gefährlichen Stellen wie vor einem Kindergarten, einer Schule oder einem Altenheim möglich.

Auch ein weiterer Vorstoß der Rimparer Liste/IGU, ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen, ist verkehrsrechtlich nicht möglich. Als übergeordnete Staats- und Kreisstraßen seien die Rimparer Ortsdurchfahrten auch für den übergeordneten Lkw-Verkehr freigegeben, erklärte Weidner. Hierbei handele es sich um ein "historisch gewachsenes Recht", das sich nicht beschränken lasse.

Schmal und dennoch lädt sie zum Rasen ein: die Austraße.
Foto: Ammon | Schmal und dennoch lädt sie zum Rasen ein: die Austraße.

Bürgermeister: Lärmgrenzwerte im Auge behalten

Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister, dass er an dem Thema weiterhin dran sei. Unter Umständen könnte die Aufstellung eines Lärmaktionsplans eine Lösung bieten. So sei es in Würzburg gelungen, auch auf übergeordneten Straßen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Durchfahrtverbote einzurichten. Dies sei denkbar, wenn Lärmgrenzwerte überschritten werden.

Eine weitere Alternative könnte es sein, Flächen für versetztes Parken zu markieren, um so den Verkehr abzubremsen. Besonders in der Estenfelder Straße in Maidbronn gibt es jedoch unter den Anwohnern Bedenken, dass dadurch die Straße zu unübersichtlich wird. Auch hat sich gezeigt, dass beim Berganfahren erheblicher Lärm entsteht. In der Retzstadter Straße in Gramschatz haben sich Landwirte, der Vereinsring und auch die Feuerwehr geschlossen gegen ein solches Vorgehen ausgesprochen.

Neue Tempo-30-Zone

Im Baugebiet Sonnenweg-Lohenweinberg wird dagegen eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer eingeführt. Hier hatten sich die Anwohner sogar für einen verkehrsberuhigten Bereich eingesetzt.

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