Würzburg

Kommt jetzt ein Bürgerbegehren zum Faulhaber-Platz?

Kommt jetzt ein Bürgerbegehren zum Faulhaber-Platz?       -  „Jeder einzelne Stadtrat sollte sich überlegen, ob er wirklich zur Politikverdrossenheit beitragen möchte“, sagt Jörg Töppner, Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet das Moz“ bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Denn nach über einem Jahr könnten die Bürger eigentlich erwarten, dass das Bürgerbegehren über das Mozart-Areal endlich vom Stadtrat umgesetzt werde. Doch konkrete Entscheidungen des Stadtrats zur Mozartschule fehlen.  Im Juli 2015 hatten sich die Würzburger im Bürgerentscheid für die Sanierung der Mozartschule und den Nichtverkauf des Faulhaber-Platzes entschieden. Einige Stadträte haben sich kürzlich, nach Ablauf der einjährigen Bindungsfrist, erneut für ihren Abriss ausgesprochen. Sozialrathaus mit kultureller Nutzung und Mittelschulzentrum sind die beiden noch aktuellen Vorschläge zur Nutzung der Schule. Die von Oberbürgermeister Christian Schuchardt im April aufgebrachte Idee, das Sozialamt gemeinsam mit Beratungsstellen sowie Musikhochschule und städtischer Musikschule dort unterzubringen, sollte eigentlich längst in Pläne gefasst sein, um noch vor der Sommerpause den Stadtrat damit zu befassen.  Doch das ist nicht erfolgt. „Es dauert länger“, lautet die Begründung aus dem Rathaus. „Das ist nicht nachvollziehbar“, sagt dazu Töppner. Die BI würde das Konzept Sozialrathaus plus Bildung und Kultur mittragen. Auch dass der angekündigte Bürgerdialog nicht längst terminiert ist, kritisiert Töppner. Weiter sind Stadtrat und Verwaltung mit dem Faulhaberplatz, der jetzt losgelöst von der Schule entwickeln werden soll. Der Umwelt- und Planungsausschuss des Stadtrats hat sich am Dienstagnachmittag mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass dieser teilweise bebaut, teilweise Platz wird (ausführliche Berichterstattung folgt). Entscheiden wird am Donnerstag der Stadtrat. „Sinnvoll ist eine Begrünung des Platzes“, meint dagegen BI-Sprecher Töppner. Klimatische und stadtökologische Argumente sprächen gegen eine weitere Verdichtung an dieser Stelle.  Aus dem „Wahlkampf“ um den Moz-Entscheid im vergangenen Jahr wüssten die BI-Mitstreiter, dass die Würzbürger sich für den Faulhaber-Platz interessieren. „Wir sind optimistisch, dass die Bürger ein aufmerksames Auge auf die Aspekte Gesundheit und Lebensqualität an dieser Stelle richten,“ orakelt Töppner und windet sich ein bisschen bei der Frage, ob das nächste Bürgerbegehren Würzburgs „Rettet den Faulhaberplatz“ heißen könnte. „Es ist noch viel zu früh, dazu etwas zu sagen“, meint Töppner. Das Aktionsbündnis „Grüne Mitte für Würzburg“ zu dem neben der BI verschiedene Parteien und Listen sowie Bund Naturschutz und andere Umweltverbände angehören sei jedenfalls motiviert, für seine Idee zu kämpfen.
| „Jeder einzelne Stadtrat sollte sich überlegen, ob er wirklich zur Politikverdrossenheit beitragen möchte“, sagt Jörg Töppner, Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet das Moz“ bei einer ...

„Jeder einzelne Stadtrat sollte sich überlegen, ob er wirklich zur Politikverdrossenheit beitragen möchte“, sagt Jörg Töppner, Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet das Moz“ bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Denn nach über einem Jahr könnten die Bürger eigentlich erwarten, dass das Bürgerbegehren über das Mozart-Areal endlich vom Stadtrat umgesetzt werde. Doch konkrete Entscheidungen des Stadtrats zur Mozartschule fehlen.

Im Juli 2015 hatten sich die Würzburger im Bürgerentscheid für die Sanierung der Mozartschule und den Nichtverkauf des Faulhaber-Platzes entschieden. Einige Stadträte haben sich kürzlich, nach Ablauf der einjährigen Bindungsfrist, erneut für ihren Abriss ausgesprochen.

Sozialrathaus sollte vor der Sommerpause weiter kommen „Wir haben einen langen Atem“, erklärte dazu Töppner. Die Mitstreiter der BI seien „erfreulich kontinuierlich“ bei der Sache.

Sozialrathaus mit kultureller Nutzung und Mittelschulzentrum sind die beiden noch aktuellen Vorschläge zur Nutzung der Schule. Die von Oberbürgermeister Christian Schuchardt im April aufgebrachte Idee, das Sozialamt gemeinsam mit Beratungsstellen sowie Musikhochschule und städtischer Musikschule dort unterzubringen, sollte eigentlich längst in Pläne gefasst sein, um noch vor der Sommerpause den Stadtrat damit zu befassen.

Rathaus: Es dauert länger

Doch das ist nicht erfolgt. „Es dauert länger“, lautet die Begründung aus dem Rathaus. „Das ist nicht nachvollziehbar“, sagt dazu Töppner. Die BI würde das Konzept Sozialrathaus plus Bildung und Kultur mittragen. Auch dass der angekündigte Bürgerdialog nicht längst terminiert ist, kritisiert Töppner.

Begrünung des Faulhaber-Platzes ist sinnvoll

Weiter sind Stadtrat und Verwaltung mit dem Faulhaberplatz, der jetzt losgelöst von der Schule entwickeln werden soll. Der Umwelt- und Planungsausschuss des Stadtrats hat sich am Dienstagnachmittag mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass dieser teilweise bebaut, teilweise Platz wird (ausführliche Berichterstattung folgt).

Entscheiden wird am Donnerstag der Stadtrat.

„Sinnvoll ist eine Begrünung des Platzes“, meint dagegen BI-Sprecher Töppner. Klimatische und stadtökologische Argumente sprächen gegen eine weitere Verdichtung an dieser Stelle.

Kommt jetzt „Rettet den Faulhaber-Platz“?

Aus dem „Wahlkampf“ um den Moz-Entscheid im vergangenen Jahr wüssten die BI-Mitstreiter, dass die Würzbürger sich für den Faulhaber-Platz interessieren. „Wir sind optimistisch, dass die Bürger ein aufmerksames Auge auf die Aspekte Gesundheit und Lebensqualität an dieser Stelle richten,“ orakelt Töppner und windet sich ein bisschen bei der Frage, ob das nächste Bürgerbegehren Würzburgs „Rettet den Faulhaberplatz“ heißen könnte. „Es ist noch viel zu früh, dazu etwas zu sagen“, meint Töppner. Das Aktionsbündnis „Grüne Mitte für Würzburg“ zu dem neben der BI verschiedene Parteien und Listen sowie Bund Naturschutz und andere Umweltverbände angehören sei jedenfalls motiviert, für seine Idee zu kämpfen.

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