Würzburg

MP+Kriminologe Pfeiffer zu Messerangriff: Islamismus-Verdacht nicht haltbar

Der Kriminologe Christian Pfeiffer hält die Bluttat von Würzburg für einen extremen Einzelfall und den Täter für psychisch gestört. Und wie beurteilt er die Arbeit der Behörden?
Christian Pfeiffer, langjähriger Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, erwartet weitere Aufklärung zu den Hintergründen der Messerattacke in Würzburg, bei der drei Frauen ums Leben kamen.
Foto: Kerstin Wendt | Christian Pfeiffer, langjähriger Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, erwartet weitere Aufklärung zu den Hintergründen der Messerattacke in Würzburg, bei der drei Frauen ums Leben kamen.

Er ist einer der bekanntesten deutschen Kriminologen und hat sich in der Vergangenheit intensiv mit Jugendgewalt, Kriminalität und Migration beschäftigt. Auch die Opferforschung gehört zu seinen Schwerpunkten. Wie ordnet Prof. Christian Pfeiffer (77), bis 2015 Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, die Bluttat von Würzburg ein?Frage: Was ist Ihnen als wirklich erfahrener Kriminologe durch den Kopf gegangen, als Sie von dem Anschlag in Würzburg gehört haben?Christian Pfeiffer: Ich war zunächst irritiert über die schnelle Einordnung als mögliche oder gar wahrscheinliche islamistische ...

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