Kleinrinderfeld

Kurt Grimm gestaltet den neuen Brunnen in Kleinrinderfeld

So soll er aussehen, der Brunnen, den der Künstler Kurt Grimm für den neuen Dorfplatz in Kleinrinderfeld schaffen soll. Gemeinderat und Bürger sprachen sich eindeutig für diese Variante aus.
Foto: Entwurf: Grimm | So soll er aussehen, der Brunnen, den der Künstler Kurt Grimm für den neuen Dorfplatz in Kleinrinderfeld schaffen soll. Gemeinderat und Bürger sprachen sich eindeutig für diese Variante aus.

Die Besucherstühle im Kleinrinderfelder Rathaus reichten bei der jüngsten Gemeinderatssitzung fast nicht aus, so viele Bürger waren gekommen. Die meisten interessierten sich für die Berichte zur möglichen kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung. Dieser Punkt musste allerdings vertagt werden, da der externe Referent kurzfristig verhindert war.

Doch auch eine andere weitreichende Entscheidung stand an: die Gestaltung eines Brunnens am medizinischen Versorgungszentrum. Hier soll nach den Planungen ein neuer Dorfplatz entstehen und mit einer Brunnenanlage optisch und funktionell aufgewertet werden.

Zwei Entwürfe

Der heimische Bildhauer Kurt Grimm stellte dem Gemeinderat zwei Entwürfe vor, wie der Brunnen aussehen könnte. Die sehr eigenwilligen Objekte weckten das Interesse des Gemeinderates. Grimm stellte beide Objekte vor. Ihnen gemeinsam ist der Bezug zu Vergangenheit und Gegenwart.

„Es ist immer eine spannende Aufgabe, wenn zu einem Hausbau auch ein Platz dazu kommt,vor allem wenn noch eine Skulptur geplant ist“, beschrieb Grimm die Motivation für den Auftrag.

Entwurf I nimmt Bezug auf das Erkennungszeichen der Gemeinde, eine fossile Schnecke, die Grimm in Cor-Ten Stahl fertigen möchte. Dieses besonders widerstandsfähige Material erzeugt an der Oberfläche eine leicht rostige Schicht, ist darunter aber absolut korrosionsbeständig und damit langlebig. Der Stahl soll die Moderne charakterisieren. Der Ausfluss des Brunnens mündet in ein Becken, das so gestaltet werden kann, dass man darin planschen kann. Umfasst ist das Becken mit heimischem roten Muschelkalk.

Von den Ausmaßen her hat Grimm die Umgebung aufgenommen. Bei einer Länge von 2,8 Metern, einer Breite von 3 Metern und einer Höhe von 2 Metern lässt der Brunnen genügend Platz für Veranstaltungen auf der Restfläche.

Entwurf II nimmt ebenfalls das Schneckensymbol auf. Hier hat Grimm eine Schnecke in Scheiben geschnitten und die einzelnen Teile wieder aneinandergereiht. Vom Inneren des Schneckenhauses wird das Wasser kaskadenähnlich in ein flaches Becken geleitet. An der Spitze steht eine Stele, aus Cor-Ten Stahl und Edelstahl. „Edelstahl steht für die Medizin und der Cor-Ten Stahl für die Moderne in unserer Gemeinde“, erklärte der Künstler. Die Ausmaße seien ähnlich wie beim ersten Entwurf.

Vor und Nachteile diskutiert

Nun lag es an den Gemeinderäten zu entscheiden, welcher Entwurf verwirklicht werden soll. Sie führten eine angeregte Diskussion, befragten den Künstler nach Vor- und Nachteilen und baten dann um eine Unterbrechung der Sitzung zur Beratung.

Da hatte die Bevölkerung schon ihre Wahl getroffen. Sie deckte sich mit dem Beschluss des Gemeinderates, der mit 9:7 Stimmen für Entwurf I stimmte. Er beauftragte Kurt Grimm mit der Erstellung des funktionellen Kunstwerkes bei einem Kostenrahmen von 35 000 Euro.

„Der Brunnen passt toll zu diesem Bau“, fasste Bürgermeisterin Eva-Maria Linsenbreder die Mehrheitsentscheidung zusammen.

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