Würzburg

Leserforum: Was würde besser gefallen?

Zum Artikel "Beginnt jetzt die radikale Autos-raus-Politik?" vom 10. Februar:

Mit Interesse verfolge ich die Berichterstattung über den geplanten Wegfall der Parkflächen hinter dem Würzburger Dom. In zahlreichen Artikeln und Leserbriefen wurde nun schon die Thematik der wegfallenden Parkflächen hinter dem Dom behandelt und teils kontrovers, teils emotional diskutiert. Die bisher veröffentlichten Leserbriefe kannten bisher nur eine Meinung: "Wie kann man nur?".

Ich widerspreche der Überschrift des Artikels vehement. Die Umgestaltung, oder besser gesagt die Aufwertung der besagten Flächen auf der Touristenachse zwischen Altstadt und Residenz ist keine "Autos-raus-Politik", sondern der Beginn der Umsetzung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Mobilitätspolitik, die in dieser Stadt längst überfällig ist. Während andere regionale Oberzentren mit vergleichbarer Größe schon vor Jahrzehnten damit anfingen, ihre Innenstädte zu beruhigen, den ÖPNV auszubauen und Fußgängerzonen auszuweiten, konnte man in Würzburg noch über die alte Mainbrücke in die Domstraße fahren.

Jedesmal wenn in den vergangenen Jahren durch bauliche Maßnahmen oder der Einführung verkehrsberuhigender Maßnahmen auch nur zwei Parkplätze wegfielen, war der Aufschrei groß.

Mitbürger aus stadtnahen Landkreisgemeinden schreiben Leserbriefe, dass für sie die Welt unterginge, wenn diese Parkplätze wegfielen und verweisen auf die Benachteiligung älterer und kranker Mitmenschen, die auf kurze Fußwege angewiesen sind. Ich habe großen Respekt vor der Generation 70+. Wenn ich aber nicht mehr in der Lage sein sollte, die Domstraße von einer der Innenstadt nahen Parkfläche zu erreichen, dann parke ich auf der Talavera, dem Dallenbergparkplatz oder einem hoffentlich bald existierenden Park & Ride-Platz am Stadtrand und lege den restlichen Weg mit dem ÖPNV zurück. Zur Aufwertung der Achse zwischen Dom und Residenz: Jeder, der sich für die Parkflächen in  der Innenstadt einsetzt, soll sich einmal vorstellen, als Tourist nach Würzburg zu kommen. Was würde besser gefallen? Aneinandergereihte Blechlawinen oder eine Grünfläche zum Ausruhen? 

Andreas Sauer

97209 Veitshöchheim

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