Gaukönigshofen

Liegen am Weiher und Spielgeräte bei der Arche

Sonnenliegen am Mühlbachweiher möchte die Gemeinde für das Regionalbudget bei der Interkommunalen Allianz Fränkischer Süden für dieses Jahr anmelden. So hat es der Gemeinderat in der ersten Sitzung des Jahres beschlossen. Dabei lag den Gremiumsmitgliedern ein anderes Vorhaben eigentlich noch mehr am Herzen, für das aber nicht die Gemeinde als Antragsteller auftreten müsste.

Ideen hatte es noch mehrere gegeben, aber sowohl die im Budget vorhandenen Geldmittel wie auch die Zahl der möglichen Anträge sind begrenzt. So befinden sich im Fördertopf für alle beteiligten Gemeinden zusammen insgesamt 90 000 Euro.

Bereits in der letzten Sitzung 2020 waren die Ideen für mögliche Projekte im Gemeinderat nur so gesprudelt, nachdem Bürgermeister Johannes Menth von der Neuauflage des Regionalbudgets berichtet hatte. Aus diesen wurden nun einige herausgefiltert und in der jüngsten Sitzung besprochen.

Aufgegriffen und von Andreas Höfner zur Diskussion gestellt wurde das Anliegen von Jürgen Kempf: Der Spielplatz am Streichelgehege Arche Noah bräuchte dringend neue Spielgeräte. Von den vorhandenen mussten einige entfernt werden, weil sie den Sicherheitsanforderungen nicht mehr entsprechen. Ersatz koste aber sehr viel Geld, meinte Kempf.

Neue Geräte, die allen Vorschriften entsprechen, seien "unfassbar teuer". Da sei mit 10 000 Euro noch nicht viel erreicht. Vorarbeiten habe die Arche Noah aber schon selbst gemacht. Bürgermeister Menth meinte dazu, dass hierfür nicht die Gemeinde als Antragsteller auftreten müsste, sondern der Verein dies selbst übernehmen könnte.

Spielplatz hat Vorrang

Als gemeindliches Projekt kristallisierten sich dann die Liegen für den Mühlbachweiher heraus. Thekla Walch regte an, eine solche auch in Wolkshausen aufzustellen. Bürgermeister Menth gab aber zu bedenken, dass Projekte für das Förderprogramm zusammenhängend an einem Ort sein müssten. Die Liegen für den Mühlbahsweiher wurden letztlich als gemeindliches Projekt zur Anmeldung beschlossen.

Mit aufgenommen wurde aber der Passus, dass in dem Fall, dass für Gaukönigshofen nur ein Projekt vom Entscheidungsgremium der Allianz ausgewählt werden könnte, dem Spielplatz der Arche Noah der Vorzug gegeben werden sollte. Diesen Hinweis möchte man dem Gaukönigshöfer Vertreter im ILEK-Gremium mitgeben.

Probierbäume und Kulturweg

Wünsche für Projekte im kulturellen und touristischen Bereich oder bei der Nahverkehrsinfrastruktur, die mit Hilfe der Interkommunalen Allianz oder mit anderweitiger Unterstützung gemacht werden sollten, wurden im Gemeinderat noch vorgebracht. Stefan Rettner hatte gleich mehrere davon: Probier-Obstbäume, wie es sie in anderen Gemeinden schon gebe, könnten markiert werden.

Die Schaffung eines Kulturwegs, der über Gaukönigshofen führt, würde er ebenso für sinnvoll halten. Hierzu verwies Jürgen Kempf auf ein europäisches Kulturwegeprogramm. Dieses hätte seiner Meinung nach den Vorteil, dass es einheitlich international beworben und vermarktet würde. Bürgermeister Menth meinte aber, dass in diesem Rahmen nur überregional bedeutsame Wege aufgenommen würden. Ob eine Querverbindung wie der Gaubahnradweg zwischen Main und Tauber da mit aufgenommen werde, sei fraglich. Jürgen Kempf bot an, zu diesem Thema in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen einen illustrierten Vortrag zu halten. Das Angebot wurde angenommen.

"Mitfahrbänke" vernetzen

Als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr gibt es auch in Gaukönigshofen seit einiger Zeit "Mitfahrbänke". Dort können sich Leute einfinden, die beispielsweise auf dem Weg zum Einkaufen mitgenommen werden möchten. Stefan Rettner meinte, dieses Angebot müsste vernetzt werden, zum Beispiel mit einer Mitfahr-App für das Smartphone oder mit dem Rufbus-System.

Dieses Anliegen wäre aber in erster Linie auf Landkreisebene anzugehen. Aber vielleicht könnte die ILEK unterstützend mitwirken. Maria Schmidt möchte Mitfahrbänke auch in Ochsenfurt sehen. Denn es nütze nichts, wenn man von Gaukönigshofen in die Stadt komme, aber zurück keine Mitfahrgelegenheit habe. Bürgermeister Menth sagte, dass dies eine Angelegenheit der Stadt Ochsenfurt sei. Beim dortigen Bürgermeister möchte er das Thema aber ansprechen.

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