Randersacker

Meeschiffle gestrandet

So sah das urspüngliche Vorhaben 'Meeschiffle' aus. 
Foto: Entwurf Matthias Braun | So sah das urspüngliche Vorhaben "Meeschiffle" aus. 

Das Meeschiffle, das am Randersackerer Mainufer als Gastronomie-Schiff festmachen wollte, ist gestrandet – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Vorhabensträger ist mit seiner Idee auf die Wiese umgezogen. Der Marktgemeinderat ist skeptisch.

Der ursprünglichen Idee, das Schiffle ein Stück zu Tal des Mainparkplatzes festzumachen, hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt als nicht genehmigungsfähig das Wasser abgegraben, berichtete Bürgermeister Michael Sedelmayer von mehreren Besprechungen. Nun sei "leider ohne weitere Rücksprache", bedauert er, eine neue Planung zum Projekt Meeschiffle eingegangen. Im Grünsteifen zwischen Mainparkplatz und Fischerbucht, zwischen Mainradweg und Bolzplatz, soll das Schiff nun an Land gesetzt werden. Ansonsten bleibe das Konzept zum kurzen Verweilen und Rasten mit Randersackerer Spezialitäten, einer Handvoll kleiner Sitzgelegenheiten, WC-Anlage, Fahrradständer sowie eine E-Bike Station gleich, wie es heißt.

In Hinblick auf die Art von "Meeschiffle", aus dem heraus Speisen verkauft werden, sei man flexibel. "Möglich ist hier sowohl eine feste, stationäre Installation in Schiffsoptik, ein entsprechend umgebautes Boot oder auch ein klassischer, optisch ansprechend gestalteter Schiffscontainer als maritimes Zitat, um der ursprünglichen Idee, dem Meeschiffle, Tribut zu zollen", heißt es im neuen Konzept.

Ein ruhigerer Bereich des Mainufers ist der Weg an der Schleuse entlang.
Foto: Antje Roscoe | Ein ruhigerer Bereich des Mainufers ist der Weg an der Schleuse entlang.

Verkehrsprobleme

Doch auch an Land ist es verkehrlich problematisch. Die Frequentierung des Mainuferbereichs ist mit dem Mainradweg sehr hoch und die Lage beengt, weshalb eine zusätzliche Attraktion weiteres Gefährdungspotential bedeuten würde, für die Menge der Leute die sie anziehen würde. Gut und schön sei das Konzept nach wie vor - aber nicht an dieser Stelle, ließen alle Fraktionen und Sprecher durchblicken.

Lediglich Oliver Menz (SPD) artikulierte, dass es nun als "Alibi-Schiff" mit dem ursprünglichen Gedanken nichts mehr zu tun hat. Außerdem: "Toiletten wollten wir auf dem Boot, kein Häusle, verkleidet oder nicht", kritisierte er.

Alternativer Standort

Einen alternativen Standort brachte Matthias Henneberger ins Spiel: "Wenn, dann wäre es am Main über den Holzsteg an der Spundwand vorstellbar." Südlich der Badebucht teilen sich die Verkehrsströme. Der Weg direkt an der Schleuse entlang wird weitgehend als Fußweg genutzt. Der vorgeschlagene Standort nahe des Bolzplatzes fand jedenfalls keinerlei Zustimmung, weshalb die weiteren offenen Fragen zur Versorgung mit Infrastruktur für den Marktgemeinderat obsolet waren.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Randersacker
Antje Roscoe
Boote
E-Bikes
Matthias Henneberger
Probleme im Bereich Verkehr
SPD
Schiffe
Stadträte und Gemeinderäte
Wasser- und Schifffahrtsämter
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!