Würzburg

Mehr Umsatz für den Mittelstand

Professorin Christina Völkl-Wolf
Foto: Heiko Becker | Professorin Christina Völkl-Wolf

Rund 150 Gäste hörten im Vortrag „Der Klick in die Zukunft“ von Professorin Christina Völkl-Wolf am Donnerstagabend bei der Main-Post in Würzburg wie sinnvoll die zehn wichtigsten Keyword-Kombinationen für die Auffindbarkeit ihrer Homepage in Suchmaschinen sind: „Das Ziel muss sein, bei Google auf die ersten drei Plätze zu kommen.“

Die Expertin für E-Commerce an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt präsentierte zur Main-Post-Aktion „Lass den Klick in deiner Stadt!“ den Unternehmern viele praxisorientierte Tipps, um die Chancen des Internets für ihren Handel nutzen zu können. „Es geht um das große Plus: Jeder muss innovative Cross-Channel-Konzepte finden und eine individuelle digitale Strategie haben“, so Völkl-Wolf.

Wer online gefunden werden will, komme um eine leicht zu bedienende Webseite nicht herum: „Sie müssen keinen Online-Shop haben, aber Sie müssen gefunden werden.“ Dass dabei die ersten drei Plätze bei Google so interessant sind, liege an dem zunehmenden Gebrauch von Smartphones: „Mittlerweile hat fast jeder eines. Und wenn man damit googelt, sind auf dem Display nur die obersten drei Plätze zu sehen.“

An innovativen Ideen für die Einzelhändler mangelt es der Online-Marketing-Expertin nicht: gemütliche Kaffee-Sessel, spannende Kinder-Ecken mit Malsachen oder digitalen Spielgeräten, Mädelsabende in der Parfümerie, beim Friseur oder im Kosmetikstudio – die Händler müssten am Ball bleiben und Offline- mit Online-Ideen verknüpfen. „Wenn Sie Nachrichten oder Mails an Ihre Kunden verschicken, dann nur mit echten Neuigkeiten wie einer aktuellen Kollektion, die bei Sekt und Popcorn mit DJ vorgestellt wird.“

Von den Großen lernen, heißt Anregungen holen: „Nicht für jeden ist alles gleichermaßen zu empfehlen. Aber der Wunschzettel bei Amazon ist ein Instrument, womit Händler herausfinden können, was ihre Kunden kaufen wollen.“

Wer „Google My Business“ nutzt, kann nicht nur eine Unternehmensseite anlegen, sondern seine Kunden auch bewerten lassen. In Bewertungsportalen lohne es sich, hineinzuschauen, damit man weiß, was die Kunden denken. Bilder seien nicht zu vernachlässigen: „Mittlerweile suchen immer mehr Menschen auch über Fotos!“ Ob ein Einzelhändler Instagram oder Pinterest zur Kundengewinnung nutzen soll, käme auf die Zielgruppe an.

Wer gerne Zeit mit Facebook verbringe, könne hier gut wertvolle Inhalte posten.

Christina Völkl-Wolf ist sich sicher: „Die Umsätze im Online-Handel werden weiter steigen, aber ich hoffe, dass der stationäre Mittelstand digital nachrüstet und dann Umsatz zurückgewinnt.“

Das Gästefazit der Veranstaltung fiel sehr positiv aus. Nicht wenige nahmen persönliche Hausaufgaben mit nach Hause. Joachim Eck, dritter Bürgermeister von Ochsenfurt, will sich um Keywords kümmern. Paul E. Ritter freut sich, dass seine Winzergemeinschaft Franken wohl auf dem richtigen Weg ist: „Jetzt müssen wir nur noch die Traditions- mit den Online-Kanälen weiter verknüpfen.“ Peter Kleinhenz vom Piano-Center in Oberthulba (Lkr. Bad Kissingen) plant, seine Webseite-Fotos zu optimieren. Karin Zemanek-Münster vom Naturkaufhaus Würzburg macht sich an die Überprüfung ihrer Keyword-Kombinationen. Thorsten Eble von der Internetagentur LocalPerformance verweist auf die 48 Millionen Mobilfunktnutzer in Deutschland, von denen ein Großteil mit Smartphone unterwegs sind: „Da muss die Webseite mobilfreundlich sein, um bei Google ganz vorne dabei zu sein.“

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