Rund 1600 Ministrantinnen und Ministranten aus dem Bistum Würzburg waren unter den etwa 50.000 aus circa 20 Ländern, die an der der 13. internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom teilnahmen, so der Pressedienst des Ordinariats Würzburg (POW), der sich bei diesen Zahlen auf Informationen der Deutschen Bischofskonferenz beruft. Sie alle verband ein gemeinsames Ziel: Sie wollen den Papst von Nahem sehen. "Es wäre schon cool, den auch so zu treffen, nicht nur auf Bildern", sagte Ministrant Valentin Fehr (13) aus einer Gruppe aus Burkardroth vor der Audienz. Sein Freund Philipp Schmitt (13) ergänzte, er wolle zu hause erzählen, er habe den Papst aus zwei bis drei Metern Entfernung gesehen. Aus dem Pastoralen Raum Burkardroth – Bad Bocklet sind 40 Jugendliche bei der Wallfahrt dabei.
Aus Burkardroth und Bad Bocklet
Dann fuhr der Papst fährt in Runden durch die Tausenden von Minis auf dem Platz und winkte auch den Mädchen und Jungen aus Burkardroth und Bad Bocklet zu, die direkt hinter der Absperrung standen. "Er hat uns gesegnet, er hat mir direkt in die Augen geschaut", fasst Fehr die Begegnung zusammen.

Laut wurde die Menge, die etwa zu zwei Dritteln aus deutschen Teilnehmenden besteht, als Papst Franziskus seine Predigt mit "Buona sera, guten Abend“ begann. Auch die Gruppe aus Burkardroth und Bad Bocklet klatschte. "Der Petersplatz ist immer schön, aber mit Euch ist er noch viel schöner", ruft Papst Franziskus nun der Menge auf Italienisch zu. Eine Übersetzerin wiederholt die Sätze auf Deutsch. Der Papst wünschte den jungen Menschen einen "guten Weg zusammen mit Jesu"“.
Was Romy Leiber (13) sagt
Romy Leiber (13) sagte, sie glaube, dass die Audienz ihren Glauben zumindest ein bisschen bereichert hat. "So etwas erlebt man ja nicht alle Tage." Für Fehr hat sich die Romfahrt auf jeden Fall gelohnt. "Der Papst ist direkt vor unserer Nase vorbeigefahren. Also es war ein cooles Erlebnis." Mina Sell (15) freut sich außerdem, dass in der Hitze mit der Zeit der Schatten über den Platz gezogen ist.
43 Jugendliche aus dem Bistum Würzburg waren noch näher am Papst, sie saßen auf der Tribüne direkt bei ihm. 19 Jungen und Mädchen sangen beim Gottesdienst im "Chor der Nationen" mit. Zum Abschluss der Audienz schüttelten Bischof Franz Jung und Generalvikar Jürgen Vorndran dem Papst die Hand.

Nachdem der Papst den Platz verlassen hatte, herrschte dort lange noch freudiges Treiben. Besonders begehrt waren weiß-gelbe Vatikan-Tücher, die einige der Helfenden an den Wasserstationen geschenkt bekamen, so Annika Herzog von der Wallfahrtsleitung des Bistums Würzburg nach der Audienz. Am Ende verließen die Menschen den Platz im Abendlicht. Die Papstaudienz sei "etwas, das in Erinnerung bleibt", sagte Ministrantin Romy Leiber.