(gizo) Der Zeller Obst- und Gartenbauverein (OGV) hat sich für dieses Jahr vorgenommen, einen Beitrag zur Verschönerung der Marktgemeinde zu leisten. Eines der Versprechen hat der Verein nun durch die Renovierung der Kreuzigungsgruppe und des Marterls in der Neuen Straße und an der Schützhütte am Siebenmorgenweg eingelöst.
Desolat
Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Dieter Schnarr war die Kreuzigung aus Stahl und Guss aus dem 19. Jahrhundert arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch habe sich das Marterl mit der Marienfigur aus dem 18. Jahrhundert in einem desolaten Zustand befunden.
Nachdem die Eigentümerverhältnisse geklärt waren, holte der Verein Angebote ein und stellte Anträge auf Unterstützung. Dann ging es ans Werk: Die Kreuzigungsgruppe wurde fachmännisch zerlegt, die Marienfigur sandgestrahlt, grundiert, gestrichen und wieder aufgebaut. Am Marterl wurde ebenso von fachmännischer Hand der poröse Sandstein behandelt, ergänzt, gerichtet und das Kapitel gestrichen.
Der veranschlagte Kostenrahmen von knapp 5000 Euro konnte eingehalten werden. Zuschüsse kommen von der Marktgemeinde, der Unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken und von Spendern. „Ein guter Rest wird dennoch vom OGV Zell getragen, das war auch so vorgesehen“, sagte Schnarr. Über die gelungene Restaurierung freute sich Bürgermeisterin Anita Feuerbach und dankte dem OGV für seinen unermüdlichen Einsatz.
„Das Frankenland ist ein Musterland für den Bildstock“, betonte Kreisheimatpfleger Hans Schmelz. Nirgendwo stünden so viele Bildstöcke in den Fluren und Ortschaften. Der Bildstock mahne zum Innehalten an, „damit auch unsere Seele nachkommen kann“. Auch deshalb bedauert er, dass Bittgänge oder Prozessionen so sehr in Vergessenheit geraten sind.
Der Kreisheimatpfleger riet dem OGV Zell, das unter Bäumen stehende Marterl zu überdachen, da es nach einiger Zeit später noch desolater als vorher aussehen würde.