Frickenhausen

Neue Pläne für Kindergarten mit Krippe gebilligt

Geänderte Pläne für die Sanierung und den Umbau des Kindergartens hat der Gemeinderat Frickenhausen gebilligt. Der flache Anbau (rechts) wird durch einen zweistöckigen ersetzt, der Altbau (links) saniert und innen an die Erfordernisse für die künftige Krippengruppe angepasst. 
Foto: Klaus Stäck | Geänderte Pläne für die Sanierung und den Umbau des Kindergartens hat der Gemeinderat Frickenhausen gebilligt.

Für die Sanierung und den Umbau des Kindergartens, der künftig neben zwei Kindergruppen auch eine Krippe für Kleinkinder beherbergen soll, hat der Gemeinderat weitere Beschlüsse gefasst. So wurden die geänderten Pläne für das Projekt beschlossen.

Ursprünglich war geplant, dass anstelle des abzureißenden bisherigen Anbaus ein neuer einheitlich flacher Bau mit einem Gebäudeschenkel Richtung Main errichtet wird, vor allem, um die Barrierefreiheit sicherzustellen. In diesem Jahr hat der Gemeinderat beschlossen, dass statt dessen der neue Anbau zweigeschossig ausgeführt und dafür auf den seitlichen Trakt verzichtet wird. Dieser wäre vom Wasserwirtschaftsamt nicht genehmigt worden, da er bei Hochwasser ein Hindernis in der Fließrichtung des Mains darstellen würde.

Erläuterungen zu den Plänen gab Architekt Christian Küster vom Büro AKplus. Demnach kommt in den Altbau, der erhalten bleibt, die Kinderkrippe. Im Obergeschoss sind Funktionsräume und ein Besprechungszimmer vorgesehen. Im neuen Anbau würden im Erdgeschoss ein Gruppenraum und ein Speiseraum eingerichtet, im Obergeschoss der zweite Gruppenraum und ein Zimmer für die Kindergartenleitung.

Plattformlift vorgesehen

Als Fluchtweg aus dem Obergeschoss wird außen eine stählerne Nottreppe angebracht. Der Haupteingang bleibt auf der Südseite.  Zu ihm wird auch eine Rampe führen, die allerdings mehr als sechs Prozent Neigung hat und somit nicht barrierefrei ist. Für die Barrierefreiheit im Gebäude ist ein so genannter Plattformlift vorgesehen, den Kinder nicht selbständig nutzen können, sondern der vom Personal bedient wird.

Verbunden werden der Altbau und der neue Anbau, der ein sehr flach geneigtes Satteldach erhalten soll, durch einen Zwischentrakt mit Dachterrasse. Da der neue Anbau etwas breiter wird als der jetzige, muss ein Rückhalteraum für Hochwasser geschaffen werden. Darüber gebe es Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt, sagte der Architekt auf Frage von Reiner Laudenbach. Für den Brandschutznachweis hätte ein Vorgespräch stattgefunden.

Umbauten sind nötig

Ebenfalls in diesem Jahr beschlossen wurde, dass der Kindergarten während der Bauphase ein Übergangsquartier in der ehemaligen Schule erhält, in der dafür einige Umbauten nötig sind.  Den größten Aufwand verursache der Brandschutz. So müssen die Garderoben aus den Fluren entfernt und in anderen Räumen untergebracht werden. Eine Rauchschutztür im Flur ist einzubauen.  Ebenso wird eine Fluchttreppe zur Südseite nötig. Wegen aktueller Hygienevorschriften müssen die Toilettenräume umgebaut werden.

Die Kosten für die Interimslösung in der Schule schätzt Küster auf knapp 80 000 Euro. Allerdings ist – wie beim gesamten Kindergartenprojekt – viel Eigenleistung des Gemeindebauhofs vorgesehen. Bürgermeister Günther Hofmann hofft daher, die Summe nicht ganz ausgeben zu müssen. Um das Projekt in der Schule beschleunigen zu können, hat der Gemeinderat beschlossen, dass der Bürgermeister und sein Stellvertreter ermächtigt werden, Aufträge bis zu insgesamt 78 000 Euro vergeben zu können.

Bauhof in den Startlöchern

Erste Arbeiten könnten sofort beginnen, sagte Architekt Küster. Der Bauhof stehe schon in den Startlöchern. Für die eigentliche Kindergartensanierung, die um die 1,8 Millionen Euro kostet, rechnet Küster damit, dass der Förderantrag bis Januar gestellt werden kann. In den Faschingsferien soll der Kindergarten schon in die Schule umziehen. Erste Auftragsvergaben für Sanierung und Umbau des Kindergartens könnten etwa im März oder April erfolgen. Die Fertigstellung soll im Sommer 2022 sein. 

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