Erbshausen

Neuer Helferkreis in Hausen und gemeinsame Aktionen für Geflüchtete aus der Ukraine

Die diesjährigen Rappelkinder aus Erbshausen-Sulzwiesen (links) und die Ministranten aus Rieden (rechts) haben dem neuen Helferkreis in Erbshausen-Sulzwiesen Spenden für Flüchtlinge aus der Ukraine gegeben. Bürgermeister Bernd Schraud und sein Stellvertreter Bruno Strobel nahmen die Geldbeträge entgegen.
Foto: Irene Konrad | Die diesjährigen Rappelkinder aus Erbshausen-Sulzwiesen (links) und die Ministranten aus Rieden (rechts) haben dem neuen Helferkreis in Erbshausen-Sulzwiesen Spenden für Flüchtlinge aus der Ukraine gegeben.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wirkt sich mittlerweile bis in die kleinsten Gemeinden im Landkreis aus. Auch in der Gemeinde Hausen sind Flüchtlinge untergekommen, vor allem Frauen und Kinder. Insgesamt haben zurzeit 14 ukrainische Geflüchtete in den Ortsteilen der Gemeinde Zuflucht gefunden.

Im Hausener Ortsteil Erbshausen-Sulzwiesen stellte die politische Gemeinde eine Wohnung zur Verfügung. Sie wurde von Bauhofmitarbeitern und von einem Team um den zweiten Bürgermeister Bruno Strobel hergerichtet. Die Wohnung musste komplett renoviert, tapeziert, gestrichen, möbliert und gereinigt werden. Für diese Aktion gab es sowohl einen Aufruf der Gemeinde Hausen als auch in einer Whatsapp-Gruppe.

Helferkreis half bei der Renovierung

Die meisten Möbel wurden aus privaten Wohnungsauflösungen gestiftet. Ein neu gegründeter Helferkreis in Erbshausen-Sulzwiesen besteht derzeit aus zwölf Personen. Sie haben beim Herrichten und Einrichten der gemeindlichen Wohnung mit angepackt. Zudem sprangen kurzfristig ein paar Männer von der Freiwilligen Feuerwehr als versierte Handwerker ein.

Bruno und Martina Strobel haben vor kurzem mit dem Bürgerbus der Gemeinde eine 39-jährieg Mutter mit ihren zwei Kindern und ihrer Schwiegermutter in der Gemeinschaftsunterkunft abgeholt und nach Erbshausen-Sulzwiesen in die Wohnung der Gemeinde gebracht. Dort sind sie deren erste Ansprechpartner.

Wenn etwas benötigt wird, wird es in die Whatsapp-Gruppe gestellt. "Es sind wirklich viele und schöne Sachen wie Decken, Handtücher oder Bettwäsche bei uns abgegeben worden", freut sich der Helferkreis. Eine große Stütze wären die zwei Dorfbewohner Oleg und Eugen. Sie können ukrainisch beziehungsweise russisch und leisten als Übersetzer wertvolle Dienste.

Berührt worden sind der erste Bürgermeister Bernd Schraud, sein Stellvertreter Bruno Strobel und der ganze Helferkreis in Erbshausen-Sulzwiesen von zwei besonderen Hilfsaktionen. Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde setzten sich zugunsten der Flüchtlinge in Hausen ein.

"Minis" organisierten Spenden beim Kaffeetrinken

Die Oberministrantinnen und Oberministranten aus Rieden haben im April im historischen Rathaus einen "Mini-Kaffee" organisiert. Rund 20 Kuchen und Torten spendeten die Eltern und Dorfbewohner dafür. Der Erlös von 1050 Euro geht hälftig an Kinder, die Opfer des Krieges geworden sind. 500 Euro übergaben Marit Kaiser und Mona Beck im Namen der Riedener Minis der Gemeinde Hausen für die Unterstützung der Flüchtlinge vor Ort.

Auch die Ministrantinnen und Ministranten aus Erbshausen-Sulzwiesen haben gesammelt. Die Rappelkinder dieses Jahres erbaten am Karsamstag von den Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern Geld für ihre Rappeldienste an den Kartagen.

Von diesem gesammelten Geld übergaben die Oberministrantinnen Olivia Issing, Louisa Issing und Carina Gerner nun 250 Euro dem neu gegründeten Helferkreis. Die Spende soll wie das Geld der Minis aus Rieden für die Flüchtlinge des Krieges verwendet werden, die in der Gemeinde Hausen eine Unterkunft gefunden haben oder noch finden werden.

Bernd Schraud und Bruno Strobel bedankten sich im Namen der Flüchtlinge bei den Kindern und Jugendlichen für deren Einsatz und Hilfsbereitschaft. "Das sind ganz tolle Aktionen von euch", lobten sie die Minis.

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