Höchberg

Neuer Pendler-Radweg zwischen Höchberg und Waldbüttelbrunn?

Beim Ortstermin zum diskutierten Alltagsradweg zwischen Waldbüttelbrunn und Höchberg (von links): Christoph Riegert, Alexander Knahn, Volkmar Halbleib, Joachim Kipke, Klaus Schmidt, Laura Steinbach, Valerie Kantelberg und Martina Dotzler.
Foto: Joshua Lemmerer | Beim Ortstermin zum diskutierten Alltagsradweg zwischen Waldbüttelbrunn und Höchberg (von links): Christoph Riegert, Alexander Knahn, Volkmar Halbleib, Joachim Kipke, Klaus Schmidt, Laura Steinbach, Valerie ...

Dass zwischen Höchberg und Waldbüttelbrunn ein für Pendler und Alltagsradler geeigneter Radweg parallel zur Bundesstraße geschaffen wird, ist ein lang gehegter Wunsch der beiden Gemeinden. "Der aktuelle Rad- und Wanderweg durch das Gebiet des Staatsforstes erfüllt diese Anforderungen nicht, zumindest in den Augen der beteiligten Bürgermeister und vieler Radfahrer", das schreibt der Würzburger SPD-Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib in einer Pressemitteilung. Er sieht die Notwendigkeit einer verbesserten Radwegeanbietung im Südwesten Würzburgs. 

Halbleib suchte demnach bei einem Ortstermin nach Lösungen für einen Allwetterradweg an der Verbindung zwischen Stadt und Landkreis Würzburg. Die Festlegung einer Trasse nördlich der Bundesstraße 8 stoße auf Schwierigkeiten. Bedenken hätten hier die Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer geltend gemacht, aber auch wald-, wasser- und naturschutzrechtliche Bedenken gelte es auszuräumen.

Förderungszusage für den Bau des Radwegs

Die Zusage, dass der Bund die Errichtung des erforderlichen Radweges straßenbegleitend zur Bundestraße 8 fördern wird, hatte Halbleib laut Pressemitteilung kürzlich bei einer Besprechung mit dem neuen Leiter der Abteilung Straßenbau, Andreas Hecke, erhalten. Die finanzielle Hürde für den Bau des Radwegs ist nach Halbleibs Einschätzung damit genommen. Allerdings müsse der Unterhalt des Radwegs nach Eröffnung von den Kommunen übernommen werden.

Beim Ortstermin mit Halbleibs dabei waren die Bürgermeister von Waldbüttelbrunn und Höchberg, Klaus Schmidt und Alexander Knahn, sowie der Zeller Bürgermeister Joachim Kipke (die mögliche Wegführung verläuft fast ausschließlich durch Zeller Gemarkung), der Leiter des Forstbetriebs Arnstein Christoph Riegert, Valerie Kantelberg vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Martina Dotzler vom Fachbereich Straßenbau des staatlichen Bauamtes Würzburg.

Vorhandener Waldwanderweg kann nicht asphaltiert werden

Beim Ortstermin im Wald oberhalb des Höchberger Schul- und Sportzentrums machte Riegert für den Forstbetrieb deutlich, dass er dem Projekt nicht entgegenstehe, wenn der Bedarf plausibel begründet sei, der Radweg nicht mit der Waldbewirtschaftung kollidiere und die Planung in Einklang mit Umwelt- und Naturschutz gebracht werden könne. Die Vorschläge der Bürgermeister, den vorhandenen Waldwanderweg zu asphaltieren und ihn an ein bereits asphaltiertes Stück Radweg vor Waldbüttelbrunn anzuschließen, stießen bei Forstbetrieb und Amt für Landwirtschaft jedoch auf Vorbehalte. So wiesen die Forstleute auf Probleme mit der forstwirtschaftlichen Befahrbarkeit und der Instandhaltung hin, die ein asphaltierter Waldweg mit sich bringt. Kantelsberg schlug stattdessen eine Aufbereitung des aktuellen Forstwegs ohne Asphaltierung vor, die das Problem waldverträglicher löse. 

Kann man die Trasse der ehemaligen Bundesstraße nutzen?

Als Alternative zum Waldweg könnte man allerdings, so Höchbergs Bürgermeister Knahn, auch die im Wald noch vorhandene Trasse der ehemaligen Bundesstraße (B8) nutzen, die direkt nördlich der aktuellen B 8-Trasse liegt. Dafür müssten keine Bäume weichen. Vor Ort einigte man sich darauf, als nächsten Schritt für diese Trasse eine erste Planung vorzulegen, um dann Umwelt- und Wasserschutz abschließend zu prüfen. Die Bürgermeister wollen den bestehenden Bedarf dokumentieren, wobei sie die Trasse auch als Grundlage dafür sehen, dass der Umstieg auf das Rad als Alltagsgefährt stärker praktiziert wird. Das sei auch die Voraussetzung für eine Finanzierung durch das Straßenbauamt, machte Dotzler deutlich.

Auch wenn vor einer konkreten Inangriffnahme des Radwegs noch technische Gegebenheiten und Konflikte mit Umweltauflagen zu lösen sind, sieht Halbleib doch nach dem Ortstermin konkrete Perspektiven und Fortschritte für das Projekt. „Wenn alles gut läuft, kann man nach dem Klären der noch offenen Fragen eine Ausführungsplanung beauftragen, die im Hinblick auf die Umweltbelange vertretbar ist und zugleich eine komfortable Radverbindung zwischen Waldbüttelbrunn und Höchberg schafft“, so Halbleib.

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