Frickenhausen

Neues Feuerwehrhaus geht in die Zielgerade

Eine runde Sache ist die Kompakt-Schlauchwaschanlage im neuen Frickenhäuser Feuerwehrhaus. Dort werden auch Schläuche von anderen Wehren gereinigt. Dies war Bedingung, dass die Anlage überhaupt genehmigt wurde. 
Foto: Klaus Stäck | Eine runde Sache ist die Kompakt-Schlauchwaschanlage im neuen Frickenhäuser Feuerwehrhaus. Dort werden auch Schläuche von anderen Wehren gereinigt. Dies war Bedingung, dass die Anlage überhaupt genehmigt wurde. 

Stetig und deutlich sichtbar geht es mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses an der Ochsenfurter Straße in Frickenhausen voran, rund drei Jahre nach dem ersten Spatenstich. Nötig wurde das Projekt, weil die bisherige Unterkunft in der Weingartenstraße sehr beengt und nicht mehr zeitgemäß ist. Es passen nicht einmal alle Einsatzfahrzeuge in die Boxen. Für die Umkleide wurden vor Jahren Container aufgestellt. Die Straßen im Umfeld sind sehr schmal, so dass die anrückenden Wehrleute kaum ihre Autos abstellen können und die Einsatzfahrzeuge nur schwer heraus kommen.

Ein neues Feuerwehrhaus war seit Jahrzehnten in Überlegung. Aber in dem zwischen Main und Hang eingezwängten Ort war schwierig, eine geeignete Fläche zu finden. Schwierig gestalteten sich dann die Grundstücksverhandlungen bis zum Abschluss. Vor allem fehlt es der Gemeinde an Geld. Das Vorhaben, das auf rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt ist, wurde nur möglich, weil zusätzlich zu den Leistungen, die nur Firmen erbringen können, extrem viel in Eigenleistung gemacht wird. Das soll helfen, einen sechsstelligen Betrag einzusparen, sowie auch durch Entgegenkommen von beteiligten Firmen.

Das neue Gerätehaus der Feuerwehr Frickenhausen kommt nun gut voran. Inzwischen ist auch die Ausfahrt zur Ochsenfurter Straße hin gepflastert.
Foto: Klaus Stäck | Das neue Gerätehaus der Feuerwehr Frickenhausen kommt nun gut voran. Inzwischen ist auch die Ausfahrt zur Ochsenfurter Straße hin gepflastert.

Außenbereich wird fertig gestaltet

Jetzt stellt Bürgermeister Günther Hofmann fest: "Es sieht gut aus." Die Außenanlagen sind weit gediehen, die Fläche vor den Ausfahrten für die vier Einsatzfahrzeuge ist gepflastert. Ebenfalls Pflasterbelag erhält der hintere Bereich, wo sich die Behelfsausfahrt zur Sandsteige hin befindet. Die war notwendig, weil das Gelände zur Ochsenfurter Straße hin zum Teil noch innerhalb der Linie des hundertjährigen Main-Hochwassers liegt. Auch in diesem Fall muss die Wehr noch eine Möglichkeit zum Ausrücken haben. Und gerade bei Hochwasser wird sie in dem Ort, der sehr nah am Wasser gebaut hat, immer benötigt.

Links vom Gebäude werden die Stellplätze für die Pkw der anrückenden Wehrleute betoniert. Rechts wird noch ein Waschplatz für Einsatzfahrzeuge geschaffen. Dies kann und darf aber nur eine Fachfirma machen.

Im Innern ist fast alles fertig

Für die Gestaltung des Außenbereichs waren bisher zwei Firmen tätig, berichtet Bürgermeister Hofmann. Seit Beginn vor rund drei Jahren immer präsent sind ehrenamtliche Helfer, Feuerwehrleute und andere engagierte Bürger, die ihre handwerklichen und technischen Fähigkeiten einbringen, Wochenenden und sogar Urlaub geopfert haben. Viel Planungs- und Organisationsarbeit erledigte Ewald Schwenkert ehrenamtlich, der praktisch täglich schaut, dass alles seinen richtigen Gang geht. Ebenfalls von Anfang an regelmäßig dabei sind die Männer vom Gemeindebauhof, die für das Feuerwehrhaus auch über die normale Arbeitszeit hinaus tätig sind. Den Ehrenamtlichen und dem Bauhof zollt Bürgermeister Hofmann daher auch höchstes Lob.

Fast fertig ist alles im Innern des Gebäudes, das in Holzständerbauweise errichtet ist. Die Möbel für den Schulungsraum sind da. Es gibt nach Geschlechtern getrennte Umkleiden, Toiletten und Duschen, ein Kommandantenbüro, einen Technikraum für Elektrik und die Gasheizung und einen Werkstattraum.

Feuerwehrverein finanziert Küche selbst

Hinter der Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen befindet sich eine Kompakt-Waschanlage für Schläuche, die in einer Art Bottich im Kreis herum gereinigt werden. Genehmigt wurde sie nur unter der Maßgabe, dass sie nicht allein der Frickenhäuser Wehr dient. So bestehen Zweckvereinbarungen, dass auch die Schläuche der Wehren aus der Stadt Eibelstadt, der Marktgemeinden Sommerhausen und Winterhausen, weiterhin von der Stadt Marktbreit und der Werkfeuerwehr Südzucker Ochsenfurt dort gewaschen werden.

Ein Schmuckstück ist die Küche, die der Feuerwehrverein selbst finanzierte. Eigenleistung ist auch die großzügige Vitrine im Flur, in der die Historie ihren Platz haben soll, beispielsweise die Fahne und alte Helme.  "Wir sind auf der Zielgeraden," sagt Kommandant Matthias Ganz und zeigt sich optimistisch, dass die Wehr vielleicht schon Ende März von der Weingartenstraße ins neue Haus an der Ochsenfurter Straße umziehen kann. Und er hofft, dass es eines Tages die Corona-Lage zulässt, die Einweihung zu feiern.

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