Ochsenfurt

Ochsenfurt: Ehemaliger Sparkassen-Vorstand gestorben

Am 7. April starb der frühere Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Würzburg – Stadtsparkasse Ochsenfurt, Karl-Heinz Krämer, im Alter von 85 Jahren. Vor wenigen Tagen wurde er auf dem Ochsenfurter Friedhof beigesetzt. Die Sparkasse Mainfranken verliert mit Karl-Heinz Krämer ein ehemaliges Vorstandsmitglied, das vor allem im südlichen Landkreis Würzburg über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des Geldinstituts geprägt hat.

1952 begann Krämer seine Berufslaufbahn mit einer Lehre bei der Kreissparkasse Künzelsau. Im Juni 1960 wurde er dort zum Leiter der Kreditabteilung ernannt und wechselte 1963 in gleicher Funktion zur Sparkasse Ochsenfurt. Bereits nach drei Jahren stieg Krämer dort zum stellvertretenden Leiter und 1969 zum Leiter der Sparkasse auf.

Als Folge der Gebietsreform wurde die Sparkasse Ochsenfurt 1975 mit der erst 1960 gegründeten Kreissparkasse Würzburg vereinigt. Die durch die Fusion neu gewonnene Kapitalstärke erlaubte es der Sparkasse nun, ihr Filialnetz auch im nördlichen und westlichen Landkreis erheblich auszudehnen und den Wettbewerb mit den dort vorherrschenden Genossenschaftsbanken aufzunehmen. Als Mitglied im Vorstand war es Krämer weiterhin ein wichtiges Anliegen, der Sparkasse Ochsenfurt ein Höchstmaß an Eigenständigkeit zu bewahren. Diese drückte sich unter anderem im neuen Namen des Instituts "Kreissparkasse Würzburg – Stadtsparkasse Ochsenfurt" aus.

Nachdem in der 1990er Jahren lose Gespräche über eine weitere Fusion der Sparkassen in Würzburg und Kitzingen ergebnislos geblieben waren, galten Karl-Heinz Krämer und der frühere Kitzinger Landrat Siegfried Naser als entscheidende Wegbereiter für die Sparkasse Mainfranken, der sich schließlich auch der Landkreis Main-Spessart anschloss. Am 1. Januar 2000 wurde die damals zweitgrößte Sparkasse in Bayern aus der Taufe gehoben. Am 1. November 2000 ging Karl-Heinz Krämer nach 48 Berufsjahren in der Ruhestand.

Mitarbeiter erinnern sich an einen Vorstand, der selten die öffentliche Bühne gesucht hat, und an eine konsequente und mitunter strenge Führungskraft, für die der persönliche Kontakt zwischen den Mitarbeitern und Kunden höchste Priorität hatte. "Die Kunden gehen nicht einfach so zur Sparkasse, sondern weil sie den Zweigstellenleiter schon lange und gut kennen", lautete eine seiner Devisen, erinnert sich sein früherer Vorstandskollege Hans Diehm.

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