Ochsenfurt

Ochsenfurt: Keine Chance auf den Last-Minute-Haarschnitt

In den Ochsenfurter Friseursalons verlief der Neustart nach dem Lockdown geordnet und ohne Chaos. Die Terminbücher sind allerdings für die nächsten Wochen randvoll.
Nach elf Wochen Lockdown ist Friseurmeisterin Peran Mutlu-Pregitzer froh, wieder arbeiten zu können. Und Stammkundin Christa Wust freut sich, dass sie gleich am ersten Tag einen Termin bekommen hat.
Foto: Gerhard Meißner | Nach elf Wochen Lockdown ist Friseurmeisterin Peran Mutlu-Pregitzer froh, wieder arbeiten zu können. Und Stammkundin Christa Wust freut sich, dass sie gleich am ersten Tag einen Termin bekommen hat.

Auch nach elf Wochen Schließung blieben am Montag Schlangen vor den Friseursalons in Ochsenfurt aus. Die Betriebe konnten sich früh genug auf die Wiedereröffnung vorbereiten. Dafür sind die Terminbücher für die kommenden Wochen randvoll.

"Ich wurde beneidet, dass ich gleich am ersten Tag einen Friseurtermin bekommen habe; es war aber auch Zeit" erzählt Christa Wust aus Theilheim, während Friseurmeisterin Peran Mutlu-Pregitzer letzte Hand an ihre neue Frisur legt. Als langjährige Stammkundin hatte sich Christa Wust frühzeitig um einen Termin gekümmert. "Die nächsten vier Wochen sind wir gut ausgebucht", sagt Mutlu-Pregitzer, "da wird's schwer, noch einen Termin zu kriegen, es sei denn, jemand sagt ab."

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Trotzdem soll der offene Montag die Ausnahme bleiben. Ab der kommenden Woche will Peran Mutlu-Pregitzer zu den gewohnten Öffnungstagen von Dienstag bis Samstag zurückkehren und dafür lieber am Abend ein wenig länger arbeiten. "Ich will meine Leute nicht überanstrengen", sagt sie, "die sollen schließlich Spaß am arbeiten haben." Und nach elf Wochen gezwungener Untätigkeit sei der Neustart nicht ganz einfach.

"Ich wurde beneidet, dass ich gleich am ersten Tag einen Friseurtermin bekommen habe; es war aber auch Zeit."
Christa Wust aus Theilheim

Wirtschaftlich kam die Wiedereröffnung für ihren Betrieb gerade noch rechtzeitig. "Wir haben bis jetzt alles noch gut überstanden, aber wenn der Lockdown länger gedauert hätte, wäre es eng geworden", sagt Peran Mutlu-Pregitzer, die nun darauf hofft, dass auch die angekündigten Finanzhilfen zuverlässig fließen.

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Ähnlich ergeht es Vedat Köse. Für ihre Mitarbeiterinnen, mit Ausnahme der beiden Auszubildenden, hat die Friseurmeisterin Kurzarbeitergeld beantragt. "Ich selbst musste von meinen Ersparnissen leben", so Vedat Köse. Für die fixen Nebenkosten ihres Salons in der Mittleren Redersgasse erhofft sie sich nun einen Ausgleich aus dem staatlichen Hilfspaket. Ihrer Zuversicht konnte die elfwöchige Zwangsschließung nichts anhaben. "Er schon alles wieder", sagt sie.

Auch für Köse ist der Kundenansturm nach dem Lockdown kein Problem. "Alles läuft gut, kein Chaos", sagt sie. Schließlich habe sie schon seit drei Wochen Termine vereinbart. "Für die nächsten zwei Wochen sind wir richtig ausgebucht, danach wird sich alles ein wenig beruhigen", hofft die Friseurin. Trotzdem werde ihr Salon vermutlich den ganzen März über auch am Montag geöffnet sein. Wer auf einen kurzfristigen Termin spekuliert, werde aber vermutlich trotzdem enttäuscht werden müssen. "Ohne Termin geht im Moment nichts", so Vedat Köse weiter. 

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