Würzburg

Pflegekräfte und Hebammen: Studium künftig in Würzburg

Mit der Möglichkeit von Hochschulabschlüssen will die Politik mehr Pflegekräfte und Hebammen für ihre Berufe gewinnen. Das Studium ist bald auch in Würzburg möglich.
Der Weg in die Pflege führt künftig nicht nur über die Ausbildung, sondern genauso über ein Studium. 
Foto: Markus Scholz, dpa | Der Weg in die Pflege führt künftig nicht nur über die Ausbildung, sondern genauso über ein Studium. 

Den Beruf stärken, mehr Pflegekräfte gewinnen: Das soll mit einer Akademisierung gelingen. Nach dem neuen, vor zwei Jahren beschlossenen Pflegeberufegesetz führt der Weg in die Pflege künftig nicht nur über die Ausbildung, sondern alternativ auch über ein Studium. An sieben bayerischen Hochschulen kann man ab dem Wintersemester 2020/21 Pflege studieren, an der Universität Würzburg ebenso wie in Augsburg ab dem Wintersemester 2021/22. 

Ausgewählte Hochschulen haben bereits Erfahrung

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler gab diese Woche die ersten bayerischen Standorte für ein solches Bachelorstudium zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann bekannt. Es baut nicht zwingend auf einer beruflichen Ausbildung auf, sondern vermittelt die Grundlagen. "Primärqualifizierend" nennen das die Experten.

Video

Die sieben Hochschulen hätten, so heißt es aus München, bereits einschlägige Erfahrungen mit dualen Pflegestudiengängen: die Evangelische Hochschule Nürnberg, die Katholische Stiftungshochschule München, die Technische Hochschule (TH) Rosenheim, die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HaW) München, die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg, die Technische Hochschule (TH) Deggendorf und die HaW Kempten.

In einer zweiten Stufe sollen ein Jahr später die Uni-Standorte Würzburg und Augsburg folgen. In einer dritten Stufe sind laut Ministerium weitere Hochschulen für angewandte Wissenschaften für einen Pflegestudiengang vorgesehen.

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU), jüngst bei einem Besuch an der Uni Würzburg.
Foto: Ulises Ruiz | Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU), jüngst bei einem Besuch an der Uni Würzburg.

Den Bedarf an Pflege-Studierenden schätzt das Wissenschaftsministerium in Bayern auf 600 bis 800 Studienanfänger pro Jahr.  Mit dem Kabinettsbeschluss stemme man sich sich gegen den Fachkräftemangel", wird Wissenschaftsminister Bernd Sibler in einer Mitteilung zitiert.

Freude an der Universität Würzburg über Zusage für den Studiengang

An der Würzburger Julius-Maximilians-Universität (JMU) freut sich Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät, über die Freigabe aus München. Schon seit geraumer Zeit habe man den neuen Studiengang mit dem Ministerium abgestimmt. Das Gleiche gilt für Hebammen: Auch sie sollen ihr Fach künftig studieren können. Einen entsprechenden Studiengang will die Uni Würzburg anbieten, Frosch steht dahinter.

Der Medizin-Dekan findet: Man solle die Ausbildungen nicht ohne Unis und Uniklinika laufen lassen. Dort bekämen Lernende auch Einblicke in besonders schwierige Fälle und eine wissenschaftliche Begleitung in Theorie und Praxis. Ein Termin für den Start des Hebammen-Studiums steht noch nicht fest, noch befindet man sich hier in der Klärung mit dem Ministerium. 

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Würzburg
Andreas Jungbauer
Allgemeine (nicht fachgebundene) Universitäten
Bachelorstudium
Bernd Sibler
Fakultäten
Hebammen
Hochschulabschlüsse
Hochschule für angewandte Wissenschaften
Hochschulen und Universitäten
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Pflegepersonal
Technische Hochschulen
Universität Würzburg
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!