Würzburg

pics4peace: Jugendliche wollen mehr Politik in der Schule

Beim pics4peace-Workshop im Matthias-Grünewald-Gymnasium sprach Autor Jürgen Jankofsky mit den Jugendlichen unter anderem über „Die Jünger Jesu“.
Foto: Pia Beckmann | Beim pics4peace-Workshop im Matthias-Grünewald-Gymnasium sprach Autor Jürgen Jankofsky mit den Jugendlichen unter anderem über „Die Jünger Jesu“.

„Wo läuft in unserer Gesellschaft etwas falsch? Wie kann man es ändern? Was kann ich tun? Was die Politik?“ Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich etwa 70 junge Erwachsene in einem fünfstündigen Workshop mit dem Autoren Jürgen Jankofsky, den die Leonhard-Frank-Gesellschaft im großen Saal des Matthias-Grünewald-Gymnasiums veranstaltete.

Junge Erwachsene für Frieden und Demokratie

Die Leonhard-Frank-Gesellschaft (LFG) bot den Workshop bei der Aktion „pics4peace – Junge Erwachsene für Frieden und Demokratie“ an, so die Pressemitteilung der Initiative. „Leonhard Frank hat in seinem Werk immer wieder die Frage nach mehr Gerechtigkeit gestellt. Die „Jünger Jesu“ aus dem Nachkriegs-Würzburg haben das Leid vieler in der Stadt nicht hingenommen, sondern ganz konkret gehandelt und Abhilfe geschaffen“, so Michael Henke, der Vorsitzende der LFG. Deshalb war der Autor Jürgen Jankofsky auch mit dabei. Dieser hat mit seiner Kurzgeschichte „Anna Hood“ ein Pendant aufgegriffen, das in der heutigen Zeit spielt.

Jankofsky, Mitglied im Vorstand des PEN Deutschland, erzählte zunächst von sich und seinem „Anderssein“: in der DDR aufgewachsen, ein „Revoluzzer“, der am liebsten Rockmusik machte, war er viele Jahre als Berufsmusiker unterwegs, bevor er noch einmal Literatur studierte, um sich nach dem Schreiben von Liedtexten schließlich ganz dem Schreiben zu widmen.

Die Jugendlichen widmeten sich verschiedenen Themen

Die Jugendlichen widmeten sich in Kleingruppen frei gewählten konkreten Themen: „Hart, aber unfair geht es oft zu, da müssen wir alle eingreifen“, sagten die ersten und verwiesen auf Gewalt und Ausgrenzung. „Tu was!“ war auch der Appell der zweiten Gruppe: Es wird viel diskutiert und geregelt, aber das konsequente Handeln fehlt, wie ein Schüler am Beispiel der Klimakonferenzen aufzeigte.

Andere Themen waren die Ausnutzung von Machtpositionen, aber auch der Syrien-Konflikt und das irrationale Agieren der USA und Russlands, das die Jugendlichen sorgte: „Was kann man da dagegen tun?“ „Wir brauchen mehr politische Aufklärung in der Schule!“, so die Schüler. Ein Aufreger für viele war auch das neue Polizeiaufgaben-Gesetz. Engagiert stellten die Jugendlichen ihre Themen im Plenum vor und diskutierten darüber.

„Wie interessiert, motiviert, verantwortungsbewusst und letztlich politisch junge Menschen sind, zeigte dieser Workshop. Man muss ihnen nur Gelegenheit dazu geben“, so Pia Beckmann, die Organisatorin der Veranstaltung und Initiatorin von pics4peace. Die Videos aus den Workshops, die während der Veranstaltung entstanden sind, werden noch fertiggestellt und über www.pics4peace.de bzw. den Instagram-Account _pics4peace_ sukzessive veröffentlicht. So können sich auch Politiker und Entscheider darüber informieren, was junge Erwachsene bewegt.

pics4peace-Workshops

Die pics4peace Workshops und Veranstaltungen werden weiter fortgesetzt. Jeder kann Veranstalter sein. Anfragen an: pics4peace2018@gmail.com.
In kleinen Gruppen beschäftigten sich die jungen Erwachsenen beim pics4peace-Workshop im Matthias-Grünewald-Gymnasium mit verschiedenen Themen rund um Demokratie und Frieden.
Foto: Pia Beckmann | In kleinen Gruppen beschäftigten sich die jungen Erwachsenen beim pics4peace-Workshop im Matthias-Grünewald-Gymnasium mit verschiedenen Themen rund um Demokratie und Frieden.
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