Würzburg

Podcast zum Messerangriff in Würzburg: So arbeitet die Redaktion

In einer Extremsituation wie am 25. Juni sind auch erfahrene Journalisten weder abgebrüht noch emotional distanziert. Wie die Redaktion die letzten Tage erlebt - und darüber berichtet.
Journalisten  interviewen den bayerischen Innenminister Herrmann kurz nach der Messerattacke.
Foto: Silvia Gralla | Journalisten  interviewen den bayerischen Innenminister Herrmann kurz nach der Messerattacke.

Die Messerattacke in Würzburg, bei der drei Menschen starben, liegt noch keine Woche zurück. Noch ist die Gewalttat in den Köpfen vieler Menschen sehr präsent und die Ermittlungen gegen den Täter laufen. Aus diesem Grund wird die geplante Folge des Main-Post-Podcasts über wahre Verbrechen eine Woche pausieren. Stattdessen sprechen wir in einer Sonderfolge ausführlich über die Ereignisse am 25. Juni, geben Einblicke in die Arbeit der Redaktion und greifen Leserfragen auf.

Reporter Tim Eisenberger und Ivo Knahn, stellvertretender Chefredakteur der Main-Post, waren mit die ersten innerhalb der Redaktion, die am Freitag aus Polizeikreisen von einem mutmaßlichen Amoklauf in der Würzburger Innenstadt erfuhren. Gemeinsam mit etwa 15 weiteren Kollegen informierten sie die User auf mainpost.de bis spät in die Nacht und an den folgenden Tagen über die neusten Erkenntnisse zur Gewalttat.

Ausnahmesituation für Journalisten

Im Podcast sprechen sie mit Moderator Corbinian Wildmeister über die redaktionelle Arbeit, die auch erfahrene Journalisten an ihre Grenzen bringt. Sie fassen das Geschehen zusammen und geben den Einblicke, wie in einer solchen Ausnahmesituation Entscheidungen unter großem Druck getroffen werden: Wann veröffentlichen wir Informationen? Welche Bilder zeigen wir? Wie schützen wir Opfer? Welche ethischen Fragen stellen sich bei der Berichterstattung?

Ivo Knahn und Tim Eisenberger bei der Podcast-Aufnahme.
Foto: Markus Hammer | Ivo Knahn und Tim Eisenberger bei der Podcast-Aufnahme.

"Wir haben lange überlegt, ob wir den Podcast machen", sagt Knahn. Grund für die Zweifel war der Titel des Podcasts: "Mordsgespräche". Normalerweise wird darin über wahre Verbrechen gesprochen, die aber lange her sind. "Durch das Wortspiel ist der Titel nicht so nüchtern und sachlich, wie es jetzt aktuell nach der brutalen Messerattacke mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten angebracht wäre. Wir haben entschieden es dennoch zu machen und unseren Zwiespalt zu erklären", sagt Knahn.

Die Folge hier direkt anhören:

 

Die Folge gibt es auch hier:

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