Würzburg

Psychologe Pauli wird neuer Präsident der Würzburger Uni

Die Wahl kommt überraschend: Der Psychologe Paul Pauli folgt ab April als neuer Präsident der Uni Würzburg auf Physiker Alfred Forchel. Die Amtszeit dauert sechs Jahre.
Psychologie-Professor Paul Pauli wird zum 1. April 2021 neuer Präsident der Würzburger Julius-Maximilians-Universität und Nachfolger von Alfred Forchel.
Foto: Patty Varasano | Psychologie-Professor Paul Pauli wird zum 1. April 2021 neuer Präsident der Würzburger Julius-Maximilians-Universität und Nachfolger von Alfred Forchel.

Die Uni Würzburg bekommt einen neuen Präsidenten: An diesem Montag wurde der Psychologe Prof. Paul Pauli zum Nachfolger von Alfred Forchel gewählt, dessen zweite Amtszeit sich aus Altersgründen um ein halbes Jahr verkürzt. Der neue Präsident tritt sein Amt zum 1. April 2021 an, gewählt wurde er vom 20-köpfigen Universitätsrat in geheimer Wahl.

Pauli hat seit 2001 den Lehrstuhl für Psychologie I – Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Julius-Maximilians-Universität (JMU) inne. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Angststörungen, Schmerzen und Sucht.

Amtszeit beträgt sechs Jahre

Der 60-Jährige ist als neuer Präsident für sechs Jahre gewählt, Nanophysiker Forchel (68) ist seit Oktober 2009 im Amt. Seit dem Ausscheiden des Romanisten Theodor Berchem im Jahr 2003 steht mit dem Psychologen Pauli erstmals wieder ein Nicht-Physiker an der Uni-Spitze.

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Der Präsident wird gemäß dem bayerischen Hochschulgesetz vom Universitätsrat gewählt. Diesem gehören zehn externe Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und beruflicher Praxis an sowie die zehn gewählten Mitglieder des Senats der Uni. Pauli will sich am Dienstag der Presse vorstellen. Wie schon vor fünf Jahren hatte die Universität im Vorfeld nicht über die anstehende Präsidentenwahl informiert.

Seit 2001 Lehrstuhlinhaber an der Uni Würzburg

Pauli stammt aus Biberach an der Riß, studierte laut Uni-Mitteilung von 1979 bis 1986 Diplom-Psychologie an der Universität Tübingen und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Forschungsstipendiat am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München sowie als wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Technischen Universität München.

1991 wurde Pauli promoviert; seine Habilitation schloss er 1997 im Fach „Medizinische Psychologie“ am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen ab. Von 2000 bis 2001 war er Inhaber des Lehrstuhls Clinical Psychology Research an der University of Southampton, England.

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