Würzburg

Rama dama: Umweltstation ruft zu privatem Abfallsammeln auf

Alle Bürger sind dazu aufgerufen, selbst Müll einzusammeln, den sie in der Natur entdecken. Große Sammelaktionen kann es dieses Jahr  wegen der Corona-Pandemie nicht geben.
Foto: Jakob Sänger/Umweltstation | Alle Bürger sind dazu aufgerufen, selbst Müll einzusammeln, den sie in der Natur entdecken. Große Sammelaktionen kann es dieses Jahr  wegen der Corona-Pandemie nicht geben.

"Jetzt, da der Schnee geschmolzen ist, kommt der wilde Müll in Hecken und Gräben, am Straßenrand und auf den Wiesen wieder zum Vorschein", sagt Wolfgang Kleiner, Werkleiter der Stadtreiniger. Unter dem Motto "Rama dama" und im Rahmen der europaweiten Kampagne "Let’s Clean Up Europe" befreien um diese Zeit eigentlich engagierte Würzburgerinnen und Würzburger zusammen mit Bürgervereinen, freiwilligen Feuerwehren, Schulen und Kindergärten die Stadt von wildem Müll. Dabei werden vor allem abgelegene und schwer zugängliche Bereiche durchkämmt, die bei den normalen, regelmäßigen Reinigungen durch die Stadtreiniger und das Gartenamt nicht berücksichtigt werden können.

In diesem Jahr seien aufgrund der Kontaktbeschränkungen organisierte Sammelaktionen nicht möglich, wie es im Presseschreiben der Stadt heißt. Um dennoch auf die Wichtigkeit von Abfallvermeidung, fachgerechter Abfallentsorgung und einer sauberen Umwelt aufmerksam zu machen, ruft die Umweltstation der Stadt Würzburg alle Bürgerinnen und Bürger auf, bei Spaziergängen herumliegende Abfälle einzusammeln und zu entsorgen.

Wer möchte, kann Greifzangen und Eimer ausleihen

Bei Bedarf stellt die Umweltstation den Sammelnden Greifzangen, Eimer und Abfallsäcke zur Verfügung. Abfallberater Eckart Nösner rät, zum Sammeln stabile Eimer zu verwenden und saubere Abfälle zu sortieren und getrennt zu entsorgen. 

Schon 2018 seien in Deutschland pro Kopf fast 230 Kilogramm Verpackungsabfälle entstanden. Durch den vermehrten Konsum von Gerichten zum Mitnehmen ("Take-away") aufgrund der Corona-Beschränkungen fielen zurzeit besonders viele Einweg-Verpackungen als Abfall an, so das Presseschreiben weiter. Diese könnten meist nicht recycelt werden und würden häufig achtlos in der Umwelt entsorgt. Dort stellen Sie unter anderem Gefahren für Menschen und Tiere dar, können mit der Zeit zu Mikroplastik zerfallen und sich in Trinkwasser und Nahrungsmitteln anreichern.

Im vergangenen Sommer musste die Stadt Würzburg deutlich mehr Aufwand als sonst betreiben, um Parkanlagen, Plätze und Straßen von wildem Müll zu befreien.

Einen großen Beitrag zu Abfallvermeidung und Ressourcenschonung könne jeder durch die Bevorzugung von Mehrwegverpackungen gegenüber Einwegverpackungen leisten. 

Weitere Informationen zur Abfallsammelaktion und Materialausleihe sowie zu Abfallvermeidung und -trennung gibt es bei der Umweltstation unter Tel.: (0931) 374400 oder per E-Mail an umweltstation@stadt.wuerzburg.de

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