Höchberg

Rektor Thomas Sinke wechselt an die Regierung

Nach sieben Jahren als Schulleiter verlässt Thomas Sinke die Rupert-Egenberger-Schule und wechselt an die Regierung von Unterfranken
Foto: Matthias Ernst | Nach sieben Jahren als Schulleiter verlässt Thomas Sinke die Rupert-Egenberger-Schule und wechselt an die Regierung von Unterfranken

Gut sieben Jahre prägte Thomas Sinke als Rektor die Arbeit der Rupert-Egenberger-Schule mit ihren vier Standorten im Landkreis, nun wechselt er zur Regierung von Unterfranken in die Schulaufsicht. Leicht fällt ihm der Schritt nicht, ist er doch ein überzeugter Pädagoge und Verfechter des Förderschulkonzeptes. "Ich gehe schweren Herzens", gibt er bei einem Gespräch mit dieser Redaktion zu.

Obwohl es teilweise eine logistische Herausforderung mit den vier Schulstandorten in Höchberg, Veitshöchheim, Sommerhausen und Gelchsheim ist, einen strukturierten Unterricht anzubieten, steht Sinke für die dezentrale Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf. Durch die kleinen Klassengrößen könne man individuell auf die Schülerinnen und Schüler eingehen und sie auch im sozialen Bereich fördern. Etwa 270 Schüler besuchen derzeit die vier Standorte, wobei Höchberg mit 110 Schülern der größte Standort ist, gefolgt von Veitshöchheim (90), Sommerhausen (50) und Gelchsheim (20).

Erfahrungen einbringen

In seine neue Tätigkeit, die deutlich mehr Verwaltung beinhaltet, hofft Sinke seine Erfahrungen aus der Schulzeit einbringen zu können. Er wird zukünftig für die Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Unterfranken zuständig sein und neben der Schulaufsicht auch viele Statistiken führen müssen, damit das Kultusministerium weiter von der Schulform "Förderschule" überzeugt wird. Deren Konzept stand schon einmal auf der Kippe. Da war Sinke gerade in Höchberg angekommen. Mit Einführung der Inklusion stand die Zukunft der Förderschulen, insbesondere einzelner Förderschwerpunkte infrage. Das konnte zum Glück abgewendet werden, ist Sinke im Nachhinein froh, dass die Schulform erhalten werden konnte.

In den letzten Monaten war in der Schule vieles anders, Corona bremste viele Aktivitäten aus und forderte ein gewisses Umdenken bei Schülern, Lehrern, aber auch bei den Eltern. Viele Entscheidungen mussten vor Ort getroffen und auf die jeweilige Schule angewendet werden. Der von München vorgegebene Rahmen passt eben nicht für alle Schulen gleich, so der scheidende Rektor. Die Rupert-Egenberger-Schule hatte schnell ein eigenes Konzept erarbeitet, das eine Beschulung aller Kinder ermöglichte. Der Präsenzunterricht hat einen hohen Stellenwert in dieser Schulform. Frühzeitig kommunizierte man den Erziehungsberechtigten, wie der Schulbesuch während Corona aussehen wird. Die waren bis jetzt mit dem Konzept zufrieden, so Sinke.

Intaktes Haus

Sinke verlässt eine Schule, in der ein sehr ruhiges und angenehmes Lernklima herrscht. Das hängt auch mit dem Motto der Schule: "RESpekt" zusammen, wobei "RES" die Abkürzung des Schulnamens ist. Thomas Sinke geht mit der Gewissheit, dass sein Nachfolger Markus Fuchs ein intaktes Haus vorfindet.

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