Würzburg

Sportschützen hoffen auf Öffnung der Schützenhäuser

Wie in anderen Sportarten auch mussten die Sportschützen des Schützengaues Würzburg den offiziellen Saisonabbruch hinnehmen – hatte man bis vor kurzem noch darauf gehofft, dass die lediglich ausgesetzte Rundenwettkampfsaison der über 50 teilnehmenden Schützenvereine und rund  120 Mannschaften im Bereich Würzburg Stadt und den Landkreisen Würzburg und Main-Spessart wieder anläuft.

„Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, sich auf den neuen Rundenwettkampf zu konzentrieren und nach vorne zu schauen. Man kann eine Saison nicht in sechs Wochen durchziehen", so der Präsident des Schützengaues Würzburg, Axel Höfler, in einer Pressemitteilung.

Obwohl alle Vereine des Schützengaues Würzburg bereits zu Beginn der Pandemie die einzelnen Mannschaftswettkämpfe als „Fernwettkampf“ ausgetragen haben, der Schießsport eine kontaktlose Sportart ist und ein ausgeklügeltes und sehr gut funktionierendes Hygienekonzept des Bayerischen Sportschützenbundes den Vereinen auferlegt wurde, musste verständlicherweise alles dafür getan werden, die Pandemie einzudämmen, so die Mitteilung.

Seit nunmehr fast einem Jahr steht der Schießsport im Breitensportbereich still. „Erschreckend, wie still es um die Schützenvereine auf sportlicher und traditioneller Ebene geworden ist. Dennoch hoffen wir auf den Neuanfang“, so Höfler, der selbst Vorsitzender des KK-Schützenverein Höllrich ist. „Wir haben die Wiederöffnung der Schützenhäuser und den Beginn des Rundenwettkampfes für die Schützen im Alter von zwölf Jahren bis weit in das Seniorenalter hinaus bereits geplant“.  Auch die bereits gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsregeln während des Schießens oder die Raumluftanlagen in den Schießsportzentren bringen laut der Mitteilung des Schützengaus die nötigen Basisvoraussetzungen, bereits zeitnah in die Schießsportsaison einzusteigen.

Statischer, kontaktloser Sport

„Als eher statischer, kontaktloser Sport und mit Raumluftanlagen in den Schützenhäusern, die die Luftzirkulation/Aerosole vom Schützen wegblasen bzw. absaugen, ist man wohl sicherer als in jedem mittlerweile wieder gut besuchten Einkaufs- oder Baumarkt“, so die Vermutung des Präsidenten der 6500 Schützinnen und Schützen im Schützengau Würzburg. „Wir hoffen auf eine baldige Öffnung der Schützenhäuser und der Durchführung unseres Schießsports."

Auch um die bei den meisten Vereinen herrschende Finanzflaute zu stoppen, müssen die Vereine ihre Vereinsheime und Schützenhäuser wieder betreiben dürfen. „Allein die Unterhaltung der Sportzentren, die Einhaltung der Auflagen und die ganz normalen Fixkosten wie Strom, Heizung und Wasser machen den Funktionären großes Kopfzerbrechen,“ so Höfler. „November- und Dezemberhilfen der Regierung oder die Verdopplung der Vereinspauschalen sind ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein." 

Höfler ist sich sicher, dass sich alle Funktionäre im Schützenwesen gewappnet und vorbereitet haben: „Wir haben unsere Hausaufgaben für eine schnelle Öffnung der Schützenhäuser gemacht!"

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