Aub

Stadt Aub will Altstadtrundweg ausbauen

Das Archivbild zeigt den Fußweg entlang der Stadtmauer, der zum Altstadtrundweg ausgebaut werden soll.
Foto: Alfred Gehring | Das Archivbild zeigt den Fußweg entlang der Stadtmauer, der zum Altstadtrundweg ausgebaut werden soll.

Ein Rundweg um die Auber Altstadt ist Teil eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für die Stadt Aub. Nachdem die Stadtmauer nördlich der Spitalanlage in den vergangenen Monaten renoviert wurde, befasste sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit den Planungen für den Bauabschnitt außerhalb der Spitalmauern.

Aus Bamberg per Life-Schaltung waren die Städtebauplaner Franz Ullrich und Maximilian Karch-Köhler dem Auber Stadtrat zugeschaltet, um dem Gremium die Planungen für diesen Abschnitt zu erläutern und über die voraussichtlichen Kosten zu informieren.

Demnach betrifft der Bauabschnitt den Bereich von der Rampe zur neuen Gollachbrücke bis zum Fußgängersteg am Sportplatz, dem Apothekerbrückchen. Dort befindet sich aktuell ein Fußweg zwischen Stadtmauer, Gollach und Mühlbach. Ferner befindet sich dort ein in die Jahre gekommener Spielplatz, der ebenfalls renoviert werden soll. Ein Durchgang durch die Stadtmauer führt von dort zum Spitalgarten.

Alte Obstbäume wurden entfernt

Nach den Planungen müssen die alten Obstbäume am Spielplatz und entlang der Stadtmauer weichen. Sie wurden bereits entfernt. Ein kleiner Übergang über dem Mühlbach soll renoviert und präsenter gestaltet werden. Der vorhandene Fußweg soll ebenfalls neu gestaltet und künftig beleuchtet werden.

Der Spielplatzbereich wird zu Gunsten einer Rundbank etwas verkleinert, dafür werden eine Boccia-Bahn sowie zwei Seniorenfitnessgeräte errichtet. Weiter werden einige verwitterte Bänke entfernt und durch neue ersetzt, gleich denen, die im Bereich des Spitalgeländes stehen. Die entfernten Obstbäume sollen durch Neupflanzungen ersetzt werden. Die bisher durch die Vegetation verdeckte Sicht auf die Altstadt wird hervorgehoben.

Die Hecke, die den Spielplatz eingrenzt, wird zurückgeschnitten und soll künftig gepflegt werden, östlich und westlich des Spielplatzes sind Holzzäune vorgesehen, die den Spielplatz eingrenzen. Der Weg selbst bekommt ebenerdige Einfassungen, zur Stadtmauer hin mit Eisenbahnschienen, zum Gewässer hin mit Erdschienen, die überwachsen werden. Der Zugang zum Spital durch die Stadtmauer wird erhalten bleiben.

Stadträte kritisieren Planung

Der Übergang über den Mühlbach soll saniert und optisch aufgewertet werden. Insgesamt vier Lampen sind vorgesehen, die den Rundwegabschnitt ausleuchten. Die Kosten für die gesamte Maßnahme schätzen die Planer auf 111 000 Euro netto. Dafür kann die Stadt mit Zuschüssen von 60 Prozent aus der Städtebauförderung rechnen.

Fragen aus dem Rastgremium betrafen zunächst die Neugestaltung des Übergangs über den Mühlbach. Dieser dürfe auf keinen Fall höher werden als bisher, weil sich dort bei Hochwasser die Fluten stauen und die nahe Mühlstraße bedrohen könnten, forderte insbesondere Rastmitglied Gertraud Rappert. Ullrich beruhigte: Der Übergang werde zwar optisch aufgewertet, bestenfalls aber durch den neuen Belag des Weges geringfügig höher als bisher.

Theo Theuerkaufer konnte sich mit dem Holzzaun am Spielplatz nicht anfreunden. Ihm wäre ein Metallzaun lieber. Dies sei aber dort im naturnahen Raum nicht gewünscht, gab Ullrich zu bedenken.

Eventuell Einsparung bei der Beleuchtung

Ganz andere Sorgen machte sich Michael Neckermann. "Sind die benötigten Eisenbahnschienen bereits ausgebaut oder müssen wir die erst ausbauen?" wollte er wissen. Die seien vorrätig, noch vom Rückbau der ehemaligen Gaubahntrasse, beruhigte Bürgermeister Roman Menth und auch Franz Ullrich beschwichtigte: "Es sei nicht nötig, die Bahnschienen im laufenden Bahnverkehr auszubauen."

Kosten können möglicherweise noch eingespart werden bei der Beleuchtung. Vier Lampen hielten einige Ratsmitglieder für übertrieben. Hier könnte möglicherweise auf eine oder zwei verzichtet werden.

Abschießend sprach sich der Stadtrat einmütig für die vorgestellte Planung und die Kostenschätzung für den zweiten Bauabschnitt des Altstadtrundweges aus.

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