Kürnach

Stäucherli und Co. – der Kürnacher Strickkreis stellt aus

Die Frauen des Strickkreises: 3.v.l. Helga Holzapfel, Mitte hinten 6.v.r. Inge Pfenning, 2.v.r. Friedelinde Söhnlein.
Foto:  Manuel Reger (2015), bearbeitet von Matthias Demel  (2020) | Die Frauen des Strickkreises: 3.v.l. Helga Holzapfel, Mitte hinten 6.v.r. Inge Pfenning, 2.v.r. Friedelinde Söhnlein.

Im Februar 2011 gründeten interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Thomas Eberth den Verein Kürnacher Geschichte(n) e.V.. Ziel des Vereins war und ist es, (Heimat-)geschichte zu gestalten, Traditionen wach zu halten und so an die nächste Generation weiterzugeben, wie Eltern, Großeltern, Vorfahren gelebt und gearbeitet haben.

Da im Jahr 2021 nun das zehnjährige Vereinsjubiläum ansteht, coronabedingt Feiern und Feste aber warten müssen, soll zumindest durch eine Reihe kleinerer Ausstellungen der vielfältigen Arbeitskreise und Aktivitäten des Vereins gedacht werden. Eine erste Ausstellung dieser Art wurde nun in der Ausstellungsecke des Alten Rathauses eingerichtet, die sich dem Thema „Handarbeiten“ widmet und den „Strickkreis“, eine Unterabteilung des Vereins, vorstellt.

Handarbeiten waren, als die Welt noch nicht global vernetzt war, als es noch keine Pullis und Röcke beim Discounter gab, als man noch nicht mal eben schnell bei Amazon bestellen konnte, ein beliebter und äußerst nützlicher Zeitvertreib an langen Winterabenden oder Wochenenden oder wann immer es die Zeit zuließ.

Der Strickkreis ist aus einem Zusammenschluss von Frauen entstanden, die sich seit 2009 erst sporadisch in privaten Räumen trafen und sich dann unisono dem neu gegründeten Verein anschlossen. „Ich war auf dem Weg zum Bäcker und da hab ich meine Nachbarin getroffen und gefragt, wohin sie denn so eilig will“, erinnert sich Inge Pfenning, eine der heutigen Verantwortlichen. „Komm mal mit, ich zeig’s dir, sagte meine Nachbarin, und so bin ich beim Strickkreis gelandet“, lächelt sie und fügt hinzu, dass sie seitdem kaum einen einzigen Termin verpasst hat. „Es ist immer eine angenehme Runde, in der viel gelacht wird und gerne neben dem Handarbeiten auch eine Tasse Kaffee getrunken oder ein Stück Kuchen gegessen wird“, ergänzt Friedelinde Söhnlein, Ehrenvorsitzende des Vereins.

Hauptmotivation ist aber für die zwölf bis 15 Frauen, die dem Strickkreis angehören, das Hochhalten von Fertigkeiten und das Herstellen von Handarbeiten, die dann zugunsten des Vereins auf dem Kürnacher Weihnachtsmarkt verkauft werden oder auch bedürftigen Menschen zum Beispiel über die Würzburger  Wärmestube oder den Caritasladen zur Verfügung gestellt werden. Ein absoluter Renner sind dabei Socken oder die Kürnacher Stäucherli, Handschuhe, die die Fingerkuppen frei lassen. Gefertigt werden sie nach alten Vorlagen. Das Wissen dazu kam von der kürzlich verstorbenen Helga Holzapfel, einem Gründungsmitglied des Vereins. Mittlerweile gibt es in Kürnach wieder viele Damen, die Stäucherli stricken (können). Und Friedelinde Söhnlein liebt es,  aus Stäucherli für den Alltag durch Besticken auch welche für besondere Anlässe zu fertigen.

Wer sich für die Arbeit des Strickkreises interessiert, eventuell selbst gerne mitstricken würde, sobald wöchentliche Treffen wieder möglich sind, oder auch Strickwaren kaufen möchte, kann sich unter Tel.: (09367) 8737 erkundigen. Oder einfach einmal in Kürnach bei der Ausstellungsecke des Alten Rathauses vorbeischauen. Die Ausstellung kann man von außen besichtigen.

Von: Ilse Gebhardt-Gögercin, Beirätin des Vereins Kürnacher Geschichte(n) e.V.

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