Gerbrunn

Stellungnahme: Gerbrunns Bürgermeister über den "Ärzteflyer"

Zum Artikel "Bürgerentscheid Gerbrunn: Ärzte-Flyer sorgt für Ärger", veröffentlicht am 4. November,  nimmt nun seinerseits Gerbrunns Bürgermeister Stefan Wolfshörndl wie folgt Stellung:

"In dem Artikel wird die Vorgehensweise der Verfasser beleuchtet. Aus Sicht der Gemeinde Gerbrunn müssen für ein umfassendes Bild neben der durchaus fragwürdigenden Vorgehensweise aber auch die fehlerhaften Inhalte des Flyers betrachtet werden.

Im betreffenden Flyer werden die negativen Auswirkungen der Erweiterung IV des Industriegebiets Am Kirschberg auf Umwelt und Klima kritisiert. Im Umweltbericht zur Planung ist klar und deutlich dargelegt, dass erhebliche klimatische Veränderungen durch die Errichtung des Industriegebiets nicht zu erwarten sind. Aufgrund der Topographie bei der Reliefumgestaltung am Hang bleibt der Talraum als klimatische Frischluftschneise natürlich erhalten.

Transparent und umfassend beleuchtet

Auch das Schutzgut Bevölkerung und Gesundheit wird im Umweltbericht transparent und umfassend beleuchtet. Schallemissionskontingente, der Ausschluss kritischer Betriebsformen und Tätigkeiten wie beispielsweise die Unzulässigkeit von Störfallanlagen oder die Unzulässigkeit der mechanischen Behandlung ,gefährlicher Abfälle' sowie die Einhaltung aller einschlägigen Gesetze und Normen stellt dies sicher.

Im Rahmen der erforderlichen Genehmigung des konkreten Vorhabens durch übergeordnete Behörden sind auch entsprechende Nachweise zum Schallschutz sowie zur Luftreinhaltung zu führen, dass die Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten und die technischen Normen erfüllt sind. Auf der Grundlage der aktuellen Planungen kann im Ergebnis davon ausgegangen werden, dass keine nachteiligen Auswirkungen auf die Bevölkerung und deren Gesundheit zu erwarten sind.

Gutachten und Unterlagen wurden veröffentlicht

Mich verwundern die Pauschalaussagen im sogenannten Ärzteflyer schon sehr, da alle Gutachten und Unterlagen seit Monaten im Rahmen der Auslegung veröffentlicht sind und seit Oktober im Rahmen der Informationen zum Bürgerentscheid nochmals bekannt gemacht wurden. 

Man befasst sich leider nicht ansatzweise mit der aktuellen Planung, öffentlich dokumentierten und einsehbaren Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen und spricht pauschal von potentiellen und beträchtlichen Gesundheitsgefahren. Dies kann man wohlwollend im besten Fall noch als unsachlich bezeichnen, man könnte auch sagen, dass ganz einfach Ängste und Sorgen geschürt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen sich die Planunterlagen auf der Gemeindehomepage einzusehen und sich neutral zu informieren."

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