Würzburg

Symbolischer Spatenstich für neuen Gleistunnel am Hauptbahnhof

Großer Auftrieb: Beim „Spatenstechen“ wollte keiner der anwesenden Politiker fehlen.
Foto: Thomas Obermeier | Großer Auftrieb: Beim „Spatenstechen“ wollte keiner der anwesenden Politiker fehlen.

„Dass ich das noch erleben kann und darf“ – so wie Landtagspräsidentin Barbara Stamm werden wohl viele Gäste am Hauptbahnhof am Freitagmittag gedacht haben. Zumindest diejenigen, die aus Würzburg stammten, und seit Jahren die Debatten um den barrierefreien Ausbau des Hauptbahnhofs verfolgten oder gar in sie involviert waren.

Endlich war es nun so weit. Die Bahn AG hatte zum symbolischen Spatenstich für den wichtigsten Schritt bei der Sanierung des Bahnhofs geladen: Den Bau eines neuen Gleistunnels, von dem aus die Bahnsteige barrierefrei über Aufzüge erreicht werden können.

Die Bahn AG hatte Günther Pichler, den Leiter des Regionalbereichs Süd von DB Station und Service, sowie Klaus-Dieter Josel, den Konzernbevollmächtigten für Bayern, geschickt. Aus dem Berliner Bundestag kam Paul Lehrieder (CSU), vom Münchner Landtag dessen Präsidentin Barbara Stamm und zahlreiche Abgeordnete. Auch Staatssekretär Gerhard Eck vom bayerischen Innen- und Verkehrsministerium war dabei. Fast in Beschlussstärke war der Würzburger Stadtrat vertreten, an der Spitze Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Bürgermeister Adolf Bauer.

Rund 50 Millionen Euro werden der Bund, der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn in den nächsten Jahren in den barrierefreien Ausbau des Würzburger Bahnhofs investieren. Bis zur Landesgartenschau 2018 sollen die wichtigsten Bahnsteige 1 bis 4 modernisiert und über Aufzüge erreichbar sein. Die beiden anderen Bahnsteige fünf und sechs sollen bis 2021 barrierefrei angeschlossen sein. Die Bahnsteige erhalten zudem neue Bodenbeläge, bessere Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen, neue Dächer mit Oberlicht sowie ein Leitsystem für Blinde und Sehbehinderte.

Dass jetzt mit dem Bau begonnen werden konnte, ist maßgeblich Barbara Stamm zu verdanken. Nachdem Gespräche zwischen Stadt und Bahn ins Stocken geraten waren, hatte sie unter Moderation der Bezirksregierung einen Runden Tisch angeregt. Und siehe da: Nach mehreren Gesprächsrunden war auch das komplizierteste Problem, der Schutz der am Bahnhof verlaufenden Trinkwasserquellen, gelöst.

Der neue Gleistunnel wird zehn Meter breit und 2.50 Meter hoch sein. Die Baustelle dafür soll noch in diesem Jahr eingerichtet werden. Während der Bauarbeiten bleiben die Bahnsteige über die alte Unterführung erreichbar. Für die Bahn ist das Bauprojekt eine große logistische Herausforderung, müssen doch alle Arbeiten bei laufendem Bahnbetrieb durchgeführt werden.

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