Würzburg

Thomas Rützel stellt „Die Geschichte der Juden von Greußenheim“ vor

Thomas Rützel, Kreisrat und ehemaliger Bürgermeister von Greußenheim, überreichte Landrat Eberhard Nuß sein neu erschienenes Sachbuch „Die Geschichte der Juden in Greußenheim“.
Foto: Eva Schorno | Thomas Rützel, Kreisrat und ehemaliger Bürgermeister von Greußenheim, überreichte Landrat Eberhard Nuß sein neu erschienenes Sachbuch „Die Geschichte der Juden in Greußenheim“.

287 Seiten stark ist das neu erschienene Sachbuch von Thomas Rützel, Kreisrat und ehemaliger Bürgermeister von Greußenheim (Landkreis Würzburg), in dem er „Die Geschichte der Juden von Greußenheim“ darstellt. In der Jahresabschluss-Sitzung des Kreistags übergab Rützel ein Exemplar seines Beitrags zur Heimatforschung an Landrat Eberhard Nuß.

Lange Recherchen

Seine Teilnahme an einer Delegation des Landkreises Würzburg im Jahr 2012 zum israelischen Partnerlandkreis Mateh Yehuda nannte Rützel laut einer Pressemitteilung als Initialzündung für sein tiefergehendes Interesse an der Geschichte der Juden in seiner Heimatgemeinde. „Mein Anliegen ist es, besonders jungen Menschen Informationen zu diesem Teil unserer Geschichte zur Verfügung zu stellen und dem aktuell zunehmenden Antisemitismus in unserem Land entgegenzuwirken“, betonte Rützel.

In jahrelangen Recherchen im Gemeindearchiv, unterstützt von Gemeindearchivpfleger Günter Hetzer, und im Internet stieß er auf zahlreiche Einzelschicksale und Geschichten jüdischer Familien in Greußenheim.

Dazu gehört etwa die Lebensgeschichte des ehemaligen Greußenheimers Benno Hirnheimer, der ein angesehener Lehrer der israelitischen Präparandenschule in Höchberg war. Hirnheimer war David Schusters Lehrer, der von 1958 bis 1996 der jüdischen Gemeinde Würzburgs vorstand und Vater des heutigen Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, ist, so die Mitteilung weiter.

Auch über den unaufgeklärten Mord an dem Ehepaar Marx Löw Fröhlich und seiner Ehefrau Giedel aus dem 19. Jahrhundert berichtet das Buch.

Quellen bis in die USA

In Greußenheim gab es eine Judenschule und eine Synagoge; die letzten Juden haben Greußenheim 1936 verlassen, einige von ihnen wurden im Holocaust ermordet.

Für die Recherchearbeiten kontaktierte Rützel Quellen bis in die USA, nach Kanada und Israel. Er legte Wert auf die vollständige Erfassung der Stammbäume der Greußenheimer Juden und dokumentierte die ehemaligen Wohnhäuser und die Grabstätten der Greußenheimer Juden in Höchberg, Laudenbach und Würzburg.

Das Buch kostet 25 Euro und ist im Buchhandel und direkt beim Autor zu erwerben.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Würzburg
Antisemitismus
Bücher
Eberhard Nuß
Ehepartner
Holocaust
Josef Schuster
Juden
Juden in Deutschland
Judentum
Sachbücher
Synagogen
Thomas Rützel
Zentralrat der Juden in Deutschland
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!