Greußenheim

Trockenproblematik: Wanderung rund um Greußenheim

Antje Julke vom AELF Würzburg erläutert die unterfränkische Dürre-Problematik am Beispiel des Greußenheimer Herchenbergs
Foto: Jochen Diener | Antje Julke vom AELF Würzburg erläutert die unterfränkische Dürre-Problematik am Beispiel des Greußenheimer Herchenbergs

Der goldene Oktober machte seinem Namen bei einer Wanderung der Allianz und Öko-Modellregion Waldsassengau sowie der Gemeinde Greußenheim alle Ehre und lud ein, die Wege übers Land rund um Greußenheim zu entdecken. Rund 30 Interessierte trafen sich am fast trocken gefallenen „Süßen Brünnle“ am Backhäusle, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Im nahen Wald angekommen, erläuterte Antje Julke, Abteilungsleiterin Forsten vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg, anschaulich die Trockenproblematik der beiden vergangenen Jahre anhand der Messungen an der Waldklimastation Würzburg. Insbesondere Buchen seien an ihre Grenzen gestoßen und in unerwartet großer Zahl verdorrt oder stark geschwächt worden. Sie wies auch darauf hin, dass Gemeinden und private Waldbesitzer verpflichtet seien, die Wege-Sicherheit zu gewährleisten. Dies bedeutet, dass entlang öffentlicher Straßen und gewidmeter Wege dürre Bäume entfernt werden müssen.

Verjüngt mit einheimischen Arten

Bürgermeisterin Karin Kuhn erinnerte an die erfolgreich durchgeführte Waldflurbereinigung, in deren Folge zahlreiche kleine, private Waldstücke sukzessive zusammengelegt und der Wald durch Wege zugänglich gemacht wurde – dies erleichtere heute die notwendige Pflege deutlich. Verjüngt werden die geschwächten Wälder nun mit trockenheitsverträglicheren, einheimischen Arten wie Wildkirsche, Mehlbeere, Feldahorn oder Speierling.

Am Wasserschutzgebiet der Gemeinde, das vor rund 20 Jahren ausgewiesen wurde, wachsen auf 70 Hektar mittlerweile zahlreiche Streuobstbäume, Hecken, Grünland sowie einige Blühflächen, was insbesondere die heimischen Imker sehr schätzen. Bewirtschaftet wird das Grünland nach ökologischen Richtlinien und einmal jährlich wird der Aufwuchs entfernt, um Nährstoffeinträge zu vermeiden. Die Obstbäume werden vom örtlichen Landesbund für Vogelschutz gepflegt. Am Ende des Rundwegs, in der Nähe des Süßen Brünnles, wartete bereits Sigute Wosch, um den ersten Fränkischen Wildkräutergarten vorzustellen. 

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