Würzburg

Uniklinik verabschiedet Pflegedirektor Günter Leimberger

Bei der Abschiedsfeier: Günter Leimberger, der scheidende Pflegedirektor des Uniklinikums Würzburg (Dritter von links), umgeben von wichtigen Weggefährten (von links): Philip Rieger, Birgit Roelfsema, Matthias Frosch (Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Würzburg), Prof. Dr. Ralf-Ingo Ernestus (Stellvertretender Ärztlicher Direktor des Klinikums), Christian Huß und Prof. Dr. Georg Ertl.
Foto: Rita Börste / Uniklinikum Würzburg | Bei der Abschiedsfeier: Günter Leimberger, der scheidende Pflegedirektor des Uniklinikums Würzburg (Dritter von links), umgeben von wichtigen Weggefährten (von links): Philip Rieger, Birgit Roelfsema, Matthias Frosch ...

Ab September 2011 leitete Günter Leimberger als Pflegedirektor die größte Berufsgruppe des Uniklinikums Würzburg (UKW). Nun verabschiedete sich das Vorstandsmitglied aus dieser Position, um in Zukunft als Standortmanager das Klinikum Nürnberg Nord weiterzuentwickeln. Die Uniklinik berichtet darüber in einer Pressemitteilung.

Bei einer Feier im Innenhof der ehemaligen Kinderkrankenpflegeschule des UKW dankten ihm Würzburger Weggefährten für sein Engagement und seine Leistungen in den vergangenen neun Jahren. Weiterbildung vorangetrieben So hob Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, die Weiterbildung als einen der Schwerpunkte des Pflegedirektors hervor. Beispielsweise öffnete im Jahr 2013 die Würzburger OTA-Schule ihre Pforten, an der seither Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten ausgebildet werden. Eine Maßnahme mit weitreichenden Vorteilen für das Würzburger Uniklinikum. "30 Prozent der Operationssäle des UKW könnten wir nicht betreiben, wenn wir nicht die OTA-Schule gegründet hätten, aus der wir exzellent ausgebildetes Personal beziehen", verdeutlichte Günter Leimberger.

In Leimbergers Dienstzeit fällt außerdem die Gründung der Akademie als topmodernes Schulungszentrum des Klinikums im Jahr 2015. Besonderen Wert gewinnt diese Einrichtung laut dem – nun ehemaligen – Pflegedirektor gerade auch durch den Aspekt der Vernetzung: Die Akademie dient nach seinen Worten nicht nur der Wissensvermittlung, sondern ist auch ein Ort, an dem verschiedene Krankenhausberufsgruppen gemeinsam an Themen arbeiten. Zuletzt brachte Leimberger die Studiengänge Pflege und Hebammenwesen als hochwertige akademische Ausbildung federführend mit auf den Weg.

Erfolg bei Personalgewinnung und familienfreundlichem Arbeiten

Als weitere Erfolge seines Vorstandskollegen nannte Prof. Ertl die Personalgewinnung auch im Ausland sowie Weiterentwicklungen in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie am UKW. Ferner agierte der Pflegedirektor als einer der zentralen Motoren bei der erfolgreichen KTQ-Erstzertifizierung des Klinikums im Jahr 2013 und den folgenden Rezertifizierungen.

Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor des UKW, lobte Leimberger für "den guten Überblick über seinen Verantwortungsbereich und darüber hinaus". Außerdem unterstrich er, dass sich der Direktor bei allen relevanten Entscheidungen und Entwicklungen immer vor die Pflegekräfte gestellt habe.

Der Personalratsvorsitzende Christian Huß blickte in seiner Ansprache auf die ersten Begegnungen mit Günter Leimberger zurück. Dabei sei dem Personalrat schnell klargeworden: "Da haben wir nicht nur einen Pflegedirektor, sondern auch noch jemanden mit dem Blick des Controllers und Qualitätsmanagers." Es läge in der Natur der Sache, dass Personalrat und Pflegedirektion bei vielen Themen unterschiedliche Positionen vertreten hätten. Huß betonte allerdings, dass er einen durchaus guten und direkten Draht zum Pflegedirektor gehabt hätte, was sich in vielen Gesprächen und Runden als hilfreich im Sinne der Kolleginnen und Kollegen erwiesen habe.

Talent für die Personalentwicklung Die Stellvertretende Pflegedirektorin Birgit Roelfsema bewunderte in ihren Dankesworten die Zielorientierung und die Stärke in der Personalentwicklung ihres Chefs. So habe er Gespräche immer absolut offen und ehrlich geführt sowie ein Händchen beim Erkennen von individuellen Stärken und der damit verbundenen richtigen Einsatzstelle am UKW gehabt. "Dein Blick war mit viel Realitätssinn und Pragmatismus immer nach vorne gerichtet", fasste Roelfsema zusammen und fuhr fort: "Die Pflege am UKW hat Zukunft – unter anderem, weil sie durch Dein Engagement auf Augenhöhe mit allen anderen Berufsgruppen interagiert." Dass das Klinikum den Stresstest durch die Covid-19-Pandemie so gut bestanden habe, lag nach ihrer Auffassung auch an dem vom Pflegedirektor vorab gelegten Fundament.

Dank für die lösungsorientierte, professionelle und herzliche Zusammenarbeit

Günter Leimberger dankte für den persönlichen und herzlichen Abschied. Die Arbeit im Vorstand und zuletzt auch in der im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie installierten Klinikumseinsatzleitung bezeichnete er als "wunderbar lösungsorientiert". Generell schätzte er die hohe Professionalität, Zwischenmenschlichkeit und Herzlichkeit in der Zusammenarbeit am UKW. Er habe sich die Entscheidung für einen Wechsel nicht leicht gemacht, der Abschied vom UKW falle ihm schwer. "Ich würde nirgendwo anders als Pflegedirektor arbeiten wollen", betonte Leimberger. Ausschlaggebend für ihn sei gewesen, dass auf seiner künftigen Stelle als Standortmanager beim Klinikum Nürnberg Nord neue, übergeordnete Aufgaben auf ihn warten.

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