Verhasste Liebeserklärung

Leonhard Frank: Die Mehrheit der Würzburger verabscheute seinen 1949 erschienenen Nachkriegs-Roman „Die Jünger Jesu“. Sie hatten ihn richtig verstanden.
(huGO-ID: 23709221)  Die Jünger Jesu  FOTO Verlage „Die Jünger Jesu“ in vier Ausgaben (von links):1977 erschienen im Aufbau-Verlag, Ostberlin,1995 bei Königshausen & Neumann, Würzburg, 2013 bei Königshausen & Neumann und1961 im Aufbau-Verlag.Foto: Daniel Biscan
| (huGO-ID: 23709221) Die Jünger Jesu FOTO Verlage „Die Jünger Jesu“ in vier Ausgaben (von links):1977 erschienen im Aufbau-Verlag, Ostberlin,1995 bei Königshausen & Neumann, Würzburg, 2013 bei Königshausen & Neumann und1961 im Aufbau-Verlag.Foto: Daniel Biscan

Leonhard Frank, aufgewachsen im Mainviertel, berühmt geworden in Berlin, hatte Frauen, Autos und Geld. Zweimal flüchtete er ins Exil: 1915 als Pazifist, 1933 als Antifaschist. Er ist ein Sozialist und Pazifist, ein Gentleman und einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller seiner Zeit. Als er 1950, nach 17 Jahren Exil, nach Würzburg kommt, fühlt er sich wie ein Handlungsreisender, dessen Ware nichts taugt. Die Nazis haben seine Bücher verbrannt, die junge Bundesrepublik will nichts von ihm wissen. Er meint, Hitler habe über ihn gesiegt. Zwei Jahre vergehen nach der Zerstörung Würzburgs, bis er im ...

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